
Es ist immer wieder überraschend, liebe Freunde, wenn wir von angeblichen Christen erfahren, dass es im Glauben kein Leistungsdenken geben könnte. Weil uns ja gerade Paulus darauf hinweist, anderes zu tun.
1.Korinther 9. 16 Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! 17 Tue ich’s freiwillig, so wird’s mir gelohnt. Tue ich’s aber unfreiwillig, so ist mir das Amt doch anvertraut. 18 Was ist denn nun mein Lohn? Dass ich das Evangelium predige ohne Entgelt, sodass ich von meinem Recht am Evangelium nicht Gebrauch mache. 19 Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, auf dass ich möglichst viele gewinne. 20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen unter dem Gesetz bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die unter dem Gesetz gewinne. 21 Denen ohne Gesetz bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz vor Christus –, damit ich die ohne Gesetz gewinne. 22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. 23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, auf dass ich an ihm teilhabe. 24 Wisst ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt.
Und Paulus sogar dazu aufruft, nicht nur einfach im Straßenlauf mitzulaufen, sondern so zu laufen, dass wir den Preis gewinnen. Und das wiederum ist eine Form von Leistungsdenken. Wir wollen gewinnen.
Ob dieser Auftrag wohl die Grundlage der heutig heißen Schlacht zwischen den Kirchen ist? Sich die Kirchen irgendwann gedacht haben: Wir sollen so laufen, als ob wir den Sieg erlangen wollen? Nun, ganz einfach. Wir bremsen einfach die Mitbewerber, weiß ich nicht.
Jedenfalls gibt es einen großen Unterschied zwischen dem Miteinander eines Jesus:
Mt 12,30 Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Und dem, was Paulus hier bewirkt.
Glaubst Du nicht?



Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.