In Lukas 9 (Vers 7–9) lesen wir von den tiefen Befürchtungen des Herodes, dass Johannes der Täufer von den Toten auferstanden sein könnte. Das alleine ist schon überraschend: Herodes glaubte offenbar an die Auferstehung!
Noch rätselhafter wird es jedoch, wenn man sich die Chronologie anschaut: Erst wird Zacharias die Geburt des Vorläufers verkündet. Johannes kommt, lebt in der Wüste, predigt Buße und Umkehr (Themen, die Jesus später durch die Nächstenliebe vollendet). Johannes wird festgenommen und hingerichtet.
Irgendwann zwischendurch fragt Johannes aus dem Gefängnis heraus bei Jesus an, ob er der Messias sei – obwohl er ihn doch zuvor selbst im Jordan getauft hatte!
Und da stellt sich die entscheidende Frage: Wie bitteschön konnte Herodes überhaupt auf die Idee kommen, Jesus und Johannes für dieselbe Person zu halten? Seine eigenen Leute müssen doch zweifelsfrei mitbekommen haben, dass die beiden leibhaftig aufeinandergetroffen sind! War es pure Paranoia, ein schlechtes Gewissen oder die Angst, dass der Geist des Ermordeten in Jesus weiterlebt?
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