Wirtschaften im Dienst des Nächsten: Warum immer neue Belastungen der falsche Weg sind

Von Hans-Georg Peitl

Was derzeit viele Menschen in Österreich zutiefst bewegt und sorgt, ist eine spürbare, alltägliche Last: Alles wird teurer. Die Preise für Energie, das tägliche Brot und ein sicheres Dach über dem Kopf sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Doch während die Ausgaben explodieren, stagnieren die verfügbaren Einkommen der Familien und Arbeiter. Das führt zu einer schleichenden Not, die oft hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Als Christen wissen wir, dass wirtschaftliche Fragen niemals reine Rechenexempel sind. Sie betreffen die Würde des Menschen und unsere Pflicht zur Nächstenliebe. Wenn das Leben für den einfachen Bürger kaum noch bezahlbar ist, gerät das soziale Gefüge ins Wanken. Auch viele Klein- und Mittelunternehmen klagen über sinkende Umsätze – ein logisches Resultat, denn wo die Kaufkraft der Menschen schwindet, bricht auch die wirtschaftliche Basis weg.

Subsidiarität statt staatlicher Überlastung

Vor diesem Hintergrund müssen wir kritisch hinterfragen, ob zusätzliche Steuern und Abgaben die richtige Antwort auf die finanziellen Herausforderungen des Staates sein können. Aus Sicht einer christlich-sozialen Verantwortung gilt: Der Staat soll den Menschen dienen und sie unterstützen, anstatt sie durch immer neue Lasten zu erdrücken.

In der Volkswirtschaft wie im Leben bleibt eine Wahrheit bestehen: Wenn die wirtschaftliche Aktivität durch Überregulierungen und Abgaben erstickt wird, sinken langfristig auch die Einnahmen des Staates. Und die Leidtragenden dieser Fehlpolitik sind am Ende immer jene, die ohnehin schon am Rande der Gesellschaft stehen.

Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass diese einfachen Zusammenhänge – und die damit verbundene moralische Verantwortung – in den politischen Entscheidungsgremien aus dem Blick verloren wurden. Statt darüber nachzudenken, wie wir Familien entlasten, Betriebe stärken und Arbeitsplätze dauerhaft sichern können, dreht sich die Debatte meist nur darum, wo noch weitere Belastungen durchsetzbar sind. Doch Wirtschaft darf kein Selbstzweck sein; sie muss Werkzeug für ein gelingendes Leben aller Menschen sein.

Ein Ruf nach sozialer Gerechtigkeit

Genau aus diesem Grund weisen wir von der Plattform Obdachlose und der Obdachlosenpartei unermüdlich darauf hin: Wahre wirtschaftliche Stabilität und echte soziale Gerechtigkeit entstehen nicht durch Zwang und immer höhere Abgaben. Sie entstehen dort, wo Vertrauen wachsen kann. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die es Menschen und Unternehmen erlauben, erfolgreich zu arbeiten, mutig zu investieren und eine sichere, von Solidarität getragene Zukunft zu gestalten.

Die Schöpfung zu bewahren und den Nächsten zu schützen bedeutet auch, für eine gerechte und tragfähige Wirtschaftsordnung einzutreten.

Ihre Meinung zählt: Wie sehen Sie das? Wo braucht es in der aktuellen Wirtschaftspolitik dringend ein Umdenken im Sinne christlicher Werte? Schreiben Sie mir Ihre Gedanken an die Redaktion.

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About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
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