Ein Kommentar der Redaktion / Von Hans-Georg Peitl
Wer heute die Debatten zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen verfolgt, reibt sich oft verwundert die Augen. Wenn man den lautstarken Kritikern innerhalb der verschiedenen Lager Glauben schenkt, die sich gegenseitig die Rechtgläubigkeit, die Tradition oder die richtige Auslegung absprechen, müsste man als neutraler Beobachter zu einem bitteren Schluss kommen: Man darf in überhaupt keine Kirche mehr gehen. Sie sind alle nicht gut.
Doch dieses Bild trügt und entlarvt dasselbe Phänomen, das wir auch aus der Kunst und der Technik kennen: Es sind oft nicht jene, die die christliche Nächstenliebe im Alltag tief leben, die die schärfsten Steine werfen. Es sind jene, die das Trennende über das Verbindende stellen.
Der gemeinsame Kern im Fokus
Wir von Radio Roshen stehen fest auf unserem Fundament: Christlich. Monarchistisch. Humanistisch. Und genau aus diesem humanistischen und christlichen Selbstverständnis heraus sagen wir: Das Motto „Einer für alle“ gilt auch für die Gemeinschaft der Glaubenden.
Die Vielfalt der Konfessionen – ob altkirchlich, traditionell, reformiert oder frei – sollte kein Schlachtfeld der Eitelkeiten sein, sondern ein Reichtum an Wegen, Gott zu loben. „Ihr Klang ist ausgegangen in alle Lande, und ihr Wort bis an die Enden der Welt“ (Römer 10,18). Dieser Klang ist vielstimmig, nicht eintönig.
Fazit: Brücken bauen statt Mauern errichten
Wer andere Konfessionen pauschal verdammt, schadet dem gesamten Christentum und treibt Suchende nur in die Arme der Gleichgültigkeit. Wahre Größe zeigt sich im theologischen Austausch auf Augenhöhe und im Respekt vor dem gelebten Glauben des Nächsten.
Anstatt uns gegenseitig Fehler vorzurechnen, sollten wir das gemeinsame Fundament stärken. Denn am Ende des Tages werden wir nicht daran gemessen, wie gut wir andere kritisiert haben, sondern wie viel Liebe wir in die Welt getragen haben.
Was meinst du dazu? Lässt sich diese Stellungnahme so in euren Redaktionsfluss einbinden, oder möchtest du einen bestimmten konfessionellen Aspekt noch präziser formulieren?




Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.