War Maria Magdalena Jesu Frau?

Verbote, die es in Wahrheit gar nicht gibt?

vor 2 Minuten

Für die Living Hands ist diese Frage keine Spekulation, sondern eine Konsequenz unseres Bibelverständnisses.

Während viele Kirchen davon ausgehen, dass Jesus unverheiratet gewesen sei, sehen wir dafür keine biblische Grundlage. Im Gegenteil: Nach unserer Überzeugung ergibt das Gesamtzeugnis der Bibel nur dann ein schlüssiges Bild, wenn Maria Magdalena die Ehefrau Jesu war.

Bereits Paulus beschreibt die Voraussetzungen für einen Gemeindeleiter:

1. Timotheus 3,2–4:
„Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat, in aller Ehrbarkeit.“

Für uns ist diese Aussage eindeutig. Paulus beschreibt den christlichen Gemeindeleiter als Familienvater. Das passt auch zu Petrus, von dem die Evangelien ausdrücklich berichten, dass er verheiratet war. Jesus selbst hätte nach unserem Verständnis kaum das Vorbild aller Gemeindeleiter sein können, wenn er den Maßstab, den Paulus beschreibt, selbst nicht erfüllt hätte.

Hinzu kommt die außergewöhnliche Stellung Maria Magdalenas.

Sie wird in den Evangelien immer wieder an entscheidenden Stellen genannt. Sie steht unter dem Kreuz. Sie ist bei der Grablegung anwesend. Sie gehört zu den ersten am Grab. Teilweise wird sie sogar vor anderen Personen genannt. Für die Living Hands ist das kein Zufall.

Nach unserem Verständnis entspricht ihre Rolle der jüdischen Tradition, nach der die Ehefrau bei den Vorgängen rund um Bestattung und Grab eine besondere Stellung einnahm. Dass Maria Magdalena gerade dort so deutlich hervortritt, verstehen wir deshalb als weiteren Hinweis auf ihre Ehe mit Jesus.

Besonders wichtig ist für uns auch der zweite Johannesbrief:

2. Johannes 1–4:
„Der Älteste an die auserwählte Herrin und ihre Kinder, die ich lieb habe in der Wahrheit … Ich habe mich sehr gefreut, dass ich unter deinen Kindern solche gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln, nach dem Gebot, das wir vom Vater empfangen haben.“

Die Living Hands verstehen die „auserwählte Herrin“ als Maria Magdalena. Die Erwähnung ihrer Kinder sehen wir als Hinweis auf die Familie Jesu. Für uns fügt sich auch diese Stelle in das biblische Gesamtbild ein.

Deshalb vertreten wir die Auffassung, dass Maria Magdalena die Ehefrau Jesu war.

Die Living Hands verstehen sich als eine konsequent bibelorientierte christliche Gemeinschaft. Maßstab für unsere Lehre ist ausschließlich die Heilige Schrift. Deshalb können wir zahlreiche Lehren der römisch-katholischen Kirche – darunter den verpflichtenden Zölibat und die daraus folgenden theologischen Schlussfolgerungen – nicht nachvollziehen und halten sie für Irrlehren, weil wir dafür keine Grundlage in der Bibel sehen.

Gerade den verpflichtenden Zölibat betrachten wir als eine spätere kirchliche Entwicklung, die nach unserer Überzeugung dem neutestamentlichen Bild der Gemeindeleitung widerspricht. Dass Petrus verheiratet war und Paulus verheiratete Bischöfe beschreibt, zeigt für uns deutlich, dass Ehe und geistliche Leitungsverantwortung im Urchristentum selbstverständlich zusammengehörten.

Für die Living Hands bleibt deshalb die Schlussfolgerung eindeutig: Jesus war verheiratet. Seine Ehefrau war Maria Magdalena.

Wenn der Artikel in der Jachwe erscheinen soll, würde ich als Schluss noch ergänzen:

„Prüft alles und behaltet das Gute.“ (1. Thessalonicher 5,21)

Denn genau dazu möchten wir unsere Leser ermutigen: die Heilige Schrift selbst zu lesen und ihre Schlussfolgerungen nicht allein aus späteren kirchlichen Traditionen abzuleiten.

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About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
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