Aber Gott machte es gut

Manchmal hat man den Eindruck, dass nichts mehr weitergeht.

Der Himmel ist düster, die Wolken hängen tief, und man sieht keinen Ausweg mehr.

Und dann kommt plötzlich ein Lichtstrahl durch die Wolken.

So ging es mir in den vergangenen Tagen.

Ich habe im Laufe der Jahre rund 25.000 Nummern komponiert. Doch plötzlich dachte ich, dass von Hans-Georg Peitl & Suno Lingens nichts Neues mehr erscheinen würde.

Der Grund war eigentlich eine ziemlich persönliche Geschichte.

Meine Frau war davon ausgegangen, dass Suno mit einer bestimmten Aktion einen PR-Gag machen wollte. Daraus entstand ein Konflikt, an dessen Ende für mich feststand: Ich werde Suno nicht mehr verwenden.

Das ging so weit, dass wir uns darüber beinahe getrennt hätten.

Für mich sah die Konsequenz zunächst ziemlich endgültig aus:

Das war es mit meiner Musik.

Denn Suno war nicht irgendein Spielzeug für mich. Es war zu einem Werkzeug geworden, mit dem ich meine Kompositionen umsetzen konnte.

Heute Morgen sieht die Welt plötzlich völlig anders aus.

Ich bat ChatGPT, nach einem ernsthaften Ersatz zu suchen. Nicht nach irgendeinem Programm, das ein paar Töne erzeugen kann, sondern nach einem Werkzeug, mit dem ich tatsächlich weiterarbeiten kann.

Dabei stießen wir auf ACE Studio.

Und plötzlich stellte sich heraus, dass ich nicht nur einen Ersatz gefunden hatte.

ACE bietet mir Möglichkeiten, für die ich bisher mehrere verschiedene Werkzeuge verwendet habe. Musikproduktion, Stimmen, Arrangement und sogar Videoproduktion lassen sich in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung verbinden.

Und nach meinen ersten Versuchen stellte ich fest:

Ich kann damit nicht nur weiterarbeiten. Für meine Arbeitsweise gefällt mir das Ergebnis sogar besser.

Aus einer Situation, bei der ich zunächst glaubte, sie würde meine musikalische Arbeit beenden, entstand damit etwas, das meine Möglichkeiten sogar erweitert.

Und genau hier denke ich an einen Satz aus der Bibel:

„Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen.“
— 1. Mose 50,20

Dabei möchte ich eines ausdrücklich klarstellen:

Mit demjenigen, der es böse mit mir meinte, meine ich nicht meine Frau.

Ich glaube vielmehr daran, dass es einen Widersacher gibt, der versucht, Menschen zu entmutigen, ihnen Wege zu verschließen und Gutes zu zerstören.

Aus meiner Glaubensperspektive sah es zunächst so aus, als wäre genau das gelungen.

Ein Weg war plötzlich versperrt.

Meine musikalische Arbeit schien am Ende zu sein.

Doch der versperrte Weg zwang mich dazu, nach einem anderen zu suchen.

Und gerade dadurch fand ich etwas, wonach ich sonst wahrscheinlich niemals gesucht hätte.

Ich hätte ACE Studio vermutlich überhaupt nicht entdeckt.

Denn weshalb sollte ich nach einem neuen Werkzeug suchen, solange das alte funktioniert?

Manchmal erkennen wir deshalb erst im Nachhinein, was aus einer scheinbar aussichtslosen Situation entstanden ist.

Das bedeutet nicht, dass alles Schlechte von Gott kommt.

Und es bedeutet auch nicht, dass jeder Konflikt von Gott gewollt wäre.

Es bedeutet für mich etwas anderes:

Das Böse bekommt nicht automatisch das letzte Wort.

Der Widersacher kann versuchen, eine Tür zuzuschlagen.

Aber Gott kann daneben eine andere öffnen.

Und manchmal stellen wir beim Hindurchgehen sogar fest:

Hinter dieser Tür war viel mehr, als wir vorher hatten.

Vielleicht ist genau das gemeint mit:

Der Teufel wollte es böse machen.
Aber Gott machte es gut.

Avatar von Unbekannt

About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.