
Es ist überraschend, liebe Freunde, wenn wir im Johannesevangelium im Kapitel 19 in den Versen 1 bis 5 lesen, dass Pilatus Jesus nahm und ihn Geißeln ließ. Obwohl uns der spätere Verlauf des Evangeliums zeigt, dass er ihn für den König der Juden hielt.
Johannes 19,1 Da nahm Pilatus Jesus und ließ ihn geißeln. 2 Und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurgewand an 3 und traten zu ihm und sprachen: Sei gegrüßt, König der Juden!, und schlugen ihm ins Gesicht. 4 Und Pilatus ging wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn heraus zu euch, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde. 5 Da kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und das Purpurgewand. Und Pilatus spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!
So das es eigentlich nur darum gehen kann, dass Pilatus das Mitleid der Menschen erregen und dadurch Jesus retten wollte. Ein Mitleid das nicht aufkam, weil die Grausamkeit siegte. Die Pharisäer das Volk mobilisierten, die Kreuzigung zu fordern. Etwas, das sich bis heute nicht wirklich verändert hat.
Auch heute ist es häufig schwierig den Menschen klar zu machen, dass Obdachlose wie Jesus nicht unbedingt schlechte Menschen sind. Sie haben nur eben jeder Einzelne seine Geschichte.
Mt 8,20 Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.
Es durchaus Sinn macht, sich bei Wahlen für die Obdachlosen einzusetzen und es ausreichend Thema ist, sich für diese einsetzen. Weil jemand, der die Geringsten der Gesellschaft nicht vergißt, dann auch auf alle anderen schauen wird.
Mt 25,40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Mt 25,45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
Glaubst Du nicht?



Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.