Das muss menschlich betrachtet ein ziemlicher Sauhaufen gewesen sein. Wie die Aussendung der Jünger tatsächlich funktionierte, wie wir sie im Lukasevangelium Kapitel 9, Verse 1 bis 9 lesen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Denn ganz ehrlich: Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Jünger zu diesem Zeitpunkt schon mehr verstanden hatten als später bei der Verhaftung Jesu.
Dann, als plötzlich alle davonliefen.
Als Judas Iskariot ihn verriet.
Als Petrus ihn dreimal verleugnete.
Da stellt sich für mich automatisch die Frage:
Was erzählten diese Menschen eigentlich den Leuten, wenn sie selbst vieles noch gar nicht vollständig begriffen hatten?
Und dennoch geschah etwas.
Menschen hörten zu.
Menschen wurden gesund.
Menschen änderten ihr Leben.
Offenbar war Gottes Wirken nicht davon abhängig, dass die Jünger perfekt waren.
Und genau das beruhigt mich oft.
Denn mache ich immer alles richtig?
Zweifle ich niemals?
Verstehe ich immer sofort, was Gott gerade tut?
Nein.
Aber vielleicht war das bei den Jüngern gar nicht anders.
Vielleicht nutzt Gott nicht perfekte Menschen.
Vielleicht nutzt Gott verfügbare Menschen.
Und vielleicht genügt manchmal schon der Mut, loszugehen – selbst wenn man noch nicht jede Antwort kennt.
Was meinst Du?
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