Da sieht man wieder, liebe Freunde, was es bewirkt, wenn man Gebote nicht im Geist der Liebe lebt, sondern als knallhartes, herzloses Gesetz.
Schon Jesus gerät immer wieder unter den heftigen Vorwurf, ein Gesetzesbrecher zu sein. Warum? Weil er am Sabbat Menschen heilt. Weil er das akute Leiden eines Mitmenschen nicht vertagen will, nur um einer bürokratischen Feiertagsruhe gerecht zu werden. Für Jesus ist klar: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat!
Diese Angst des Systems vor der unkontrollierbaren Kraft der Nächstenliebe zieht sich weiter. In der Apostelgeschichte (Kapitel 3, 1–26) werden Petrus und Johannes festgenommen und verhört. Ihr Verbrechen? Sie waren nicht bereit, einen Gelähmten einfach gelähmt am Tempeltor sitzenzulassen. Sie haben ihn geheilt. Weil das System aber die Kontrolle behalten will, wird die Heilung eines armen, ausgegrenzten Menschen plötzlich zum Politikum und zum Regelverstoß. Wo Bürokratie und Macht wichtiger werden als das Schicksal des Einzelnen, da verliert Religion ihre Seele.
Wen wundert es also, dass Jesus auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot radikal antwortet: „Liebe Gott den Herrn von ganzem Herzen“ und „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
Er geht fest davon aus: Wenn wir diese beiden Gebote wirklich leben, sind alle anderen Gesetze automatisch erfüllt. Denn echte Liebe wird niemals wegschauen, wenn ein Mensch Hilfe braucht.
Was meint Ihr dazu? Wo erleben wir vielleicht auch heute, dass Paragrafen wichtiger genommen werden als die Würde und das Wohl von Menschen?
Erzählt es uns in den Kommentaren!




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