War Jesus fehlerlos?

„Kann ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden nicht beide in die Grube fallen? Ein Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Meister.“
(Lukas 6,39–40)

Diese Verse werfen eine spannende Frage auf.

Jesus sagt, dass der Schüler nicht über seinem Meister steht. Ich persönlich frage mich jedoch: Muss das wirklich so sein?

Denken wir an die Wissenschaft. Albert Einstein wusste am Ende seines Lebens zweifellos mehr über die Physik als seine Lehrer. Und eigentlich wäre es schade, wenn jede Generation nur das Wissen der vorherigen wiederholen würde. Forschung lebt davon, dass Menschen Neues entdecken und bisherige Erkenntnisse erweitern.

Ist das im Glauben anders?

Vielleicht spricht Jesus hier weniger vom Wissen als vom Charakter. Man kann mehr entdecken, mehr erforschen und mehr verstehen – und dennoch seinem Meister im Wesen nacheifern.

Gerade das macht Jesus für mich sympathisch. Er spricht in Gleichnissen, die zum Nachdenken herausfordern. Man muss nicht jeden Satz als naturwissenschaftliche Aussage lesen, sondern darf fragen: Was wollte er den Menschen damit sagen?

Für mich bleibt vor allem eines beeindruckend: Seine Liebe zum Nächsten. Darin war er ein Vorbild.

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Größe Jesu – nicht darin, jede wissenschaftliche Frage beantwortet zu haben, sondern darin, Menschen mit Liebe, Barmherzigkeit und Hoffnung zu begegnen.

Was meinst du?

Erzähle es uns in den Kommentaren.

Avatar von Unbekannt

About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.