von Hans-Georg Peitl
Einmal ehrlich, Freunde.
Eine Beziehung lebt nicht davon, dass zwei Menschen ständig kontrollieren, was der andere tut.
Sie lebt davon, dass zwei Menschen einander vertrauen.
Misstrauen ist wie Rost. Es beginnt oft ganz klein. Ein Verdacht. Eine Vermutung. Ein falscher Gedanke.
Doch wenn man ihn pflegt, frisst er sich langsam durch die ganze Beziehung.
Irgendwann glaubt man nicht mehr dem Menschen, sondern nur noch den eigenen Befürchtungen.
Dann wird aus jedem Telefonat eine Affäre.
Aus jeder Reise ein Fluchtversuch.
Aus jedem neuen Namen ein Seitensprung.
Und irgendwann stellt sich eine ganz einfache Frage:
Wie soll Liebe wachsen, wenn Vertrauen nicht mehr existiert?
Die Bibel beschreibt die Liebe anders:
„Die Liebe glaubt alles, hofft alles, erträgt alles.“ (1. Korinther 13)
Das bedeutet nicht, naiv zu sein.
Aber es bedeutet, dem Menschen, den man liebt, zunächst Vertrauen zu schenken.
Denn ohne Vertrauen wird jede Beziehung zu einem Verhör.
Mit Vertrauen kann sie zu einem Zuhause werden.




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