Niemand kann das Leben verlängern oder verkürzen – habt keine Angst

Jesus fragte:

„Wer von euch kann dadurch, dass er sich sorgt, seiner Lebenszeit auch nur etwas hinzufügen?“
Matthäus 6,27

Wir Menschen möchten unser Leben berechnen. Ärzte nennen Wahrscheinlichkeiten, Krankheiten erzeugen Angst und jedes ungewohnte Symptom scheint uns daran zu erinnern, dass unser Leben begrenzt ist.

Doch kein Arzt kennt den Tag unseres Todes. Keine Statistik kennt ihn. Und auch unsere Angst kennt ihn nicht.

Eine ärztliche Prognose kann sich als falsch erweisen. Eine schwere Krankheit kann viele Jahre beherrschbar bleiben. Ein Mensch kann länger leben, als alle erwartet haben. Ein anderer kann plötzlich gehen, obwohl er am Morgen noch gesund erschien.

Unsere Lebenszeit liegt letztlich bei Jachwe.

Das bedeutet nicht, dass wir Ärzte, Medikamente oder notwendige Untersuchungen ablehnen sollen. Wer sein Leben als Geschenk Jachwes betrachtet, geht verantwortungsvoll damit um. Er lässt Krankheiten behandeln, nimmt vernünftige Hilfe an und schützt auch das Leben anderer.

Aber er lebt nicht in ständiger Todesangst.

Angst kann uns keinen zusätzlichen Tag schenken. Sie kann uns jedoch viele Tage nehmen, an denen wir zwar leben, aber das Leben nicht mehr wahrnehmen. Wer jeden Morgen mit dem Gedanken beginnt, heute sterben zu können, hat diesen Tag bereits der Furcht überlassen.

Jachwe möchte nicht, dass wir so leben.

Jesus sagte nicht: „Ignoriert eure Beschwerden.“ Er sagte: „Sorgt euch nicht um morgen.“ Zwischen Verantwortung und Angst besteht ein großer Unterschied.

Verantwortung sagt:

„Heute tue ich, was vernünftig und notwendig ist.“

Angst sagt:

„Ich muss schon heute alle Gefahren von morgen durchleben.“

Niemand kann Jachwes Willen durch ständiges Sorgen verbessern. Ebenso darf kein Mensch glauben, seine Angst allein bestimme das Ende seines Lebens. Unsere Gedanken sind mächtig, doch sie stehen nicht über dem Gott des Universums.

Darum gilt:

Nehmt notwendige Medikamente.
Geht zu euren Untersuchungen.
Ruft Hilfe, wenn wirkliche Gefahr besteht.
Aber gebt der Angst nicht die Herrschaft über euer Leben.

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere hinzugefügt werden.“

Wer zuerst nach Jachwes Reich trachtet, muss nicht jeden Herzschlag zählen. Er darf darauf vertrauen, dass sein Leben einen Sinn und seine Zeit eine Grenze hat, die nicht von seiner Furcht festgelegt wird.

Wir können unser Leben nicht durch Sorgen verlängern. Wir sollen es auch nicht durch Hoffnungslosigkeit innerlich verkürzen.

Solange Jachwe uns einen neuen Morgen schenkt, haben wir an diesem Morgen eine Aufgabe.

Darum:

Habt keine Angst.
Lebt verantwortlich.
Vertraut Jachwe.
Und nehmt den heutigen Tag aus seiner Hand.

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About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
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