In diesen Tagen erleben wir eine bemerkenswerte Verschiebung im politischen Gefüge. Während das eigentliche Vorhaben und die dringend notwendige Umsetzung der rechtlichen und gesellschaftlichen Epochenwende (Epoch) ins Stocken geraten, konzentrieren die Behörden und der Staatsapparat ihre Kräfte lieber auf ein anderes Ziel: den Versuch, die Arbeit und Existenz von Obdachlosenparteien wie der Plattform Obdachlose (PO) unter der Marke Obdachlose in der Politik (ODP) im Keim zu ersticken.
Dieser Versuch der politischen Untersagung und des mundtot Machens ist jedoch kein neues Phänomen. Wer einen Blick in die Geschichte wirft, erkennt das immer gleiche Muster der Mächtigen, die sich vor der Wahrheit fürchten. Eine Parallele, die im biblischen Buch der Apostelgeschichte (Kapitel 5, Verse 17 bis 32) eindrücklich beschrieben wird.
Die Furcht des Hohen Rates: Damals wie heute
In der Apostelgeschichte lesen wir, wie die Apostel durch Gottes Kraft die Botschaft der Wahrheit verkündeten. Das Volk hörte ihnen zu, die Bewegung wuchs von unten heraus – genau dort, wo die Menschen Not litten. Die Reaktion der Mächtigen?
„Es erhob sich aber der Hoheprister und alle, die mit ihm waren […] und sie wurden voll Eifersucht und legten die Hände an die Apostel und warfen sie in das öffentliche Gefängnis.“ (Apg 5,17-18)
Der Staatsapparat von damals ertrug es nicht, dass eine Botschaft der Hoffnung die etablierten Strukturen infrage stellte. Statt sich um die echten Probleme der Menschen zu kümmern, versuchten sie, die Prediger zum Schweigen zu bringen.
Genau das erleben wir heute im übertragenen Sinne: Statt den systemischen Wandel (die Epoch) voranzutreiben, der den Ärmsten der Armen eine verfassungsmäßige Perspektive gibt, wird versucht, die Plattform Obdachlose bürokratisch und politisch zu untersagen. Man fürchtet die Stimme derer, die nichts mehr zu verlieren haben, weil diese Stimme die Versäumnisse der etablierten Politik schonungslos offenlegt.
Ein Engel öffnet die Türen – Der Start der Petition
Doch die Geschichte geht weiter. Gott lässt sich nicht von den Schranken der Bürokratie oder Gefängnismauern aufhalten:
„Aber ein Engel des Herrn öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses und führte sie heraus und sprach: Gehet hin und tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens!“ (Apg 5,19-20)
Für die ODP ist der morgige Montag genau so ein Moment, in dem die Türen geöffnet werden. Wenn auf der offiziellen Petitionsplattform die erste von drei Petitionen freigeschaltet wird, ist das der rechtliche und digitale Schritt heraus aus den auferlegten Schranken und direkt hinein in die Öffentlichkeit – mitten unter das Volk.
Das unerschütterliche Fazit: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen
Als die Apostel erneut vor den Hohen Rat gezerrt und gefragt wurden, warum sie trotz des ausdrücklichen Verbots weitermachten, antwortete Petrus stellvertretend für alle Zeiten:
„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg 5,29)
Für die Arbeit der Plattform Obdachlose (PO), die in ihren offiziell hinterlegten Satzungen den christlichen Humanismus und den Aufbau des Reiches Gottes verankert hat, ist dieser Satz das unumstößliche Fundament. Wenn das Recht der Ärmsten auf politische Teilhabe und Menschenwürde von menschlichen Institutionen beschnitten oder untersagt werden soll, wiegt der moralische, göttliche Auftrag schwerer.




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