Die Schulden erlassen?

Es ist überraschend, wenn wir im Lukasevangelium, Kapitel 16, die Verse 1 bis 9 lesen. Dort lädt ein unehrlicher Verwalter, nachdem seine Machenschaften aufgedeckt wurden, die Schuldner seines Herrn ein und reduziert ihre Schulden.

Ein ungewöhnlicher Gedanke – und doch einer, der zum Nachdenken anregt.

Wenn wir ehrlich sind, würden sich viele Menschen wünschen, dass auch Staaten Wege finden, ihre Schuldenlast zu verringern oder gemeinsam mit ihren Gläubigern tragfähige Lösungen zu suchen.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stellt sich die Frage, ob es immer nur einen einzigen Weg gibt, eine Schuldenkrise zu bewältigen. In der Privatwirtschaft kommt es immer wieder zu Umschuldungen, Vergleichen oder teilweisen Schuldenerlassen, wenn ein Unternehmen seine Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann.

Bei Staaten scheint diese Diskussion oft deutlich schwieriger zu sein. Statt über unterschiedliche Lösungswege zu sprechen, entsteht manchmal der Eindruck, als gäbe es nur einen einzigen Ausweg aus einer wirtschaftlichen Krise.

Müsste man deshalb nicht auch darüber nachdenken, ob es andere Möglichkeiten gibt? Etwa Verhandlungen mit Gläubigern, Schuldenrestrukturierungen oder neue wirtschaftspolitische Konzepte?

Das Gleichnis Jesu beantwortet diese Fragen nicht direkt. Es regt jedoch dazu an, über den Umgang mit Schulden, Verantwortung und wirtschaftlichen Lösungen nachzudenken.

Wie seht Ihr das? Sollte es für Staaten mehr Möglichkeiten zum Schuldenausgleich geben, oder ist der derzeitige Weg der richtige?

Avatar von Unbekannt

About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.