Manchmal führt uns das Leben auf Wege, die wir niemals geplant hätten.
Da begegnet man einem Menschen am anderen Ende der Welt. Man spricht miteinander. Man entdeckt gemeinsame Interessen, einen ähnlichen Musikgeschmack und stellt fest, dass beide sogar mit derselben KI komponieren.
Und plötzlich entsteht das Gefühl, dass da etwas Besonderes sein könnte.
Doch was macht man in so einem Moment?
Ich glaube, weder Euphorie noch Misstrauen sind gute Ratgeber.
Die Bibel kennt viele Begegnungen, die klein begonnen haben. Abraham wusste nicht, wohin sein Weg führen würde. Ruth wusste nicht, was ihre Entscheidung einmal bedeuten würde. Die Jünger wussten nicht, wohin die Nachfolge Jesu sie führen würde.
Sie alle hatten eines gemeinsam: Sie gingen Schritt für Schritt.
Vielleicht sollten wir Menschen das wieder mehr lernen.
Nicht jede Begegnung muss sofort eingeordnet werden. Nicht jede Sympathie ist gleich eine Lebensentscheidung. Manchmal genügt es, den anderen einfach kennenzulernen und abzuwarten, wohin der Weg führt.
Die Chinesen verbinden mit einer Tasse Tee oft Ruhe und Gelassenheit.
Vielleicht ist das gar kein schlechter Rat.
Erst einmal Tee trinken.
Und dann sehen, was Gott aus einer Begegnung macht.
Denn manche Geschichten beginnen nicht mit einem großen Plan, sondern mit einem einfachen Gespräch.
Und manchmal zeigt erst die Zeit, welche Bedeutung eine Begegnung wirklich hatte.




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