Liebe Freunde!
Es gibt Menschen, die bezweifeln, dass Jesus überhaupt gelebt hat. Dabei wird er auch außerhalb der christlichen Schriften erwähnt: Der jüdische Historiker Josephus nennt Jakobus den Bruder Jesu, und der römische Historiker Tacitus berichtet von Christus und seiner Hinrichtung unter Pontius Pilatus.
Für mich sind das gewichtige historische Hinweise. Dennoch kann jemand fragen, wie verlässlich diese Berichte sind. Eine solche Frage darf man stellen. Schwierig wird das Gespräch erst, wenn man von jedem historischen Ereignis einen Beweis verlangt, wie man ihn von einer heutigen Filmaufnahme erwarten würde.
Wir besitzen keinen Gegenstand, mit dem sich das Leben Jesu vollständig vorführen ließe. Wir haben überlieferte Texte, die wir lesen und prüfen können. Sie sagen etwas über seine Existenz aus. Ob die Berichte über seine Worte und Taten glaubwürdig sind, ist eine weitere Frage. Und ob jemand an ihn als Sohn Gottes glaubt, geht noch einmal darüber hinaus.
Diese Fragen sollte man auseinanderhalten. Wer an Gott zweifelt, muss deshalb nicht auch bestreiten, dass Jesus als Mensch gelebt hat. Und wer Jesu Existenz anerkennt, muss deshalb noch nicht an seine Göttlichkeit glauben.
So frage ich mich manchmal: Was fällt den Menschen schwerer – anzuerkennen, dass Jesus gelebt hat, oder an Gott zu glauben?
Was meinst Du?




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