War Jesus fehlerlos?

„Kann ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden nicht beide in die Grube fallen? Ein Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Meister.“
(Lukas 6,39–40)

Diese Verse werfen eine spannende Frage auf.

Jesus sagt, dass der Schüler nicht über seinem Meister steht. Ich persönlich frage mich jedoch: Muss das wirklich so sein?

Denken wir an die Wissenschaft. Albert Einstein wusste am Ende seines Lebens zweifellos mehr über die Physik als seine Lehrer. Und eigentlich wäre es schade, wenn jede Generation nur das Wissen der vorherigen wiederholen würde. Forschung lebt davon, dass Menschen Neues entdecken und bisherige Erkenntnisse erweitern.

Ist das im Glauben anders?

Vielleicht spricht Jesus hier weniger vom Wissen als vom Charakter. Man kann mehr entdecken, mehr erforschen und mehr verstehen – und dennoch seinem Meister im Wesen nacheifern.

Gerade das macht Jesus für mich sympathisch. Er spricht in Gleichnissen, die zum Nachdenken herausfordern. Man muss nicht jeden Satz als naturwissenschaftliche Aussage lesen, sondern darf fragen: Was wollte er den Menschen damit sagen?

Für mich bleibt vor allem eines beeindruckend: Seine Liebe zum Nächsten. Darin war er ein Vorbild.

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Größe Jesu – nicht darin, jede wissenschaftliche Frage beantwortet zu haben, sondern darin, Menschen mit Liebe, Barmherzigkeit und Hoffnung zu begegnen.

Was meinst du?

Erzähle es uns in den Kommentaren.

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Die Plymouth Saga: Auf der Suche nach Herberge

von Hans-Georg Peitl

Sechs zusammenhängende Musicals, eine große Geschichte – und eine Frage, die mir gestern gestellt wurde: „Was hat das eigentlich mit Obdachlosigkeit und dem Glauben zu tun?“

Meine Antwort: Es ist die Ur-Erzählung unseres Glaubens.

1. Die Vertreibung und die Suche nach Zuflucht

In der Plymouth Saga werden Susan und Charli im Jahr 1947 von einem Moment auf den anderen zu Menschen ohne Heimat und ohne Sicherheit. Sie müssen fliehen, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

Das erinnert an eine der ältesten Geschichten der Christenheit: Die Flucht nach Ägypten. Auch Maria und Josef wurden über Nacht zu Heimatlosen, die Schutz vor der Willkür der Macht suchten. Die Suche nach einer Herberge, das Erleben von verschlossenen Türen und die nackte Angst um das Überleben – das ist der Kern, der Susan und Charli mit Millionen Menschen verbindet, die weltweit und auch in unserer Stadt ihre Sicherheit verlieren.

2. Vom Überleben zum Auftrag

Als Komponist des Musicals kenne ich diesen Weg. Ich war von 2001 bis 2007 selbst obdachlos. In der Bibel steht im Matthäus-Evangelium der zentrale Satz: „Ich bin obdachlos gewesen und ihr habt mich aufgenommen.“ (vgl. Mt 25,35). Es ist der christliche Auftrag, nicht wegzusehen, wo Menschen an den Rand gedrängt werden.

Aus dieser Erfahrung heraus entstand mein Weg zum Obmann der Obdachlosen in der Politik (ODP). Denn christliches Handeln erschöpft sich nicht im Almosen-Geben – es fordert Gerechtigkeit und Strukturveränderungen.

3. Bewahrung der Existenz und Schöpfung

Dieser Auftrag spiegelt sich heute in unserem konkreten Engagement wider: mit unserer Petition für eine Neuordnung des Verkehrs rund um die Wiener Ringstraße. Wenn wir den Individualverkehr reduzieren und über neue, menschenfreundliche Lösungen nachdenken, tun wir zwei Dinge, die zutiefst christlich sind:

  • Wir schützen die Schöpfung durch nachhaltige Mobilität.
  • Wir schützen die Nächsten – jene Geschäftsleute und Existenzen, die durch verfehlte Planungen ihre wirtschaftliche Grundlage und somit ihr „Zuhause“ zu verlieren drohen.

4. Der Weg nach vorne: Nationalratswahl 2029

Das Musical-Projekt ist für mich kein reines Kulturprojekt, sondern ein Weckruf. Es ist der spirituelle und politische Auftakt für einen erneuten Wahlantritt der Obdachlosen in der Politik (ODP) bei der Nationalratswahl 2029. Wir wollen den Stummen eine Stimme geben, so wie es die Propheten forderten.

So schließt sich der Kreis: Von der Flucht im Musical über die gelebte Erfahrung auf der Straße bis hin zum politischen Kampf für eine gerechtere Welt.

Wie seht ihr das? Wo erfahrt ihr in eurem Alltag die Suche nach Herberge und Gerechtigkeit?

Erzählt es uns in den Kommentaren.

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Die Aufgabe der Kleinparteien

Lästig bleiben hilft.

Eine interessante Bibelstelle im Zusammenhang mit Kleinparteien findet sich im Lukasevangelium, Kapitel 18, Verse 1 bis 8.

Natürlich wird man mir sagen: „Von Kleinparteien steht dort nichts.“

Das stimmt. Es geht um eine Witwe. Eine Frau, die nicht aufgibt. Immer wieder sucht sie den Richter auf und bittet um Gerechtigkeit. So lange, bis er schließlich entscheidet.

Jesus erzählt dieses Gleichnis, um zu zeigen, dass Beharrlichkeit etwas bewirken kann.

Ich glaube, genau darin liegt auch eine wichtige Aufgabe von Kleinparteien. Sie sind nicht nur Wahlwerber. Sie sind ein Teil der demokratischen Kontrolle. Sie bringen Ideen über Petitionen und Initiativen ein, stellen unbequeme Fragen und weisen auf Missstände hin, die sonst vielleicht übersehen würden.

Gerade weil sie oft nicht die Macht haben, Entscheidungen selbst zu treffen, müssen sie beharrlich bleiben. Immer wieder nachfragen. Immer wieder erinnern. Immer wieder den Finger in die Wunde legen.

Das ist manchmal unbequem. Aber Demokratie lebt nicht nur von Regierungen, sondern auch von Menschen, die bereit sind, kritisch zu hinterfragen und Verantwortung einzufordern.

Vielleicht besteht die wichtigste Aufgabe einer Kleinpartei gar nicht darin, möglichst groß zu werden. Vielleicht besteht sie darin, so lange für ihre Überzeugungen einzutreten, bis man ihnen zuhört.

Was meinst Du dazu?

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Radioansprache mit christlich-sozialem Akzent

Warum man sich über manche Kritik nicht nur wundern, sondern darüber sogar herzhaft lachen kann.

Guten Morgen.

Hier spricht Hans-Georg Peitl, euer Suno Lingens und Sendeleiter von Radio Roshen. Gestern hat mich jemand gefragt, wem Radio Roshen eigentlich gehört. Gleichzeitig hat er sich darüber mokiert, dass bei uns immer wieder Meldungen über die Plattform Obdachlose zu hören sind.

Ich musste schmunzeln und habe mir gedacht: Seltsam – das Radio gehört doch ihr.

Die Plattform Obdachlose gehört zu keiner der großen Parteien. Sie ist selbst eine politische Partei. Deshalb wundert es mich immer wieder, dass behauptet wird, wir würden einer Großpartei angehören.

Die Plattform Obdachlose versteht sich als christlich-soziale Bewegung – Christian Left. Und als solche nehmen wir ein bestimmtes Gebot besonders ernst, das manche Kritiker offenbar gerade aus den Augen verloren haben: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Warum also berichtet Radio Roshen über die Plattform Obdachlose?

Ganz einfach: Das Radio gehört dem dazugehörigen Presseclub.

Und noch etwas: Der Name „Roshen“ stammt nicht vom Süßwarenkonzern, sondern von einem alten Kloster in Westbulgarien. Radio Roshen denkt international, nicht national.

Manche Vorwürfe fallen daher eher in die Kategorie „I am amused“.

Denn wenn Menschen zwei verschiedene Personen aus einem Vereinsregisterauszug für ein und dieselbe Person halten oder einen fast sechzigjährigen Mann für minderjährig erklären, dann zeigt das vor allem eines: Wie schnell falsche Schlüsse entstehen – und wie leichtfertig das achte Gebot manchmal umschifft wird.

Seltsam, nicht wahr? Was meint ihr?

Erzählt es uns in den Kommentaren.

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Wirtschaften im Dienst des Nächsten: Warum immer neue Belastungen der falsche Weg sind

Von Hans-Georg Peitl

Was derzeit viele Menschen in Österreich zutiefst bewegt und sorgt, ist eine spürbare, alltägliche Last: Alles wird teurer. Die Preise für Energie, das tägliche Brot und ein sicheres Dach über dem Kopf sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Doch während die Ausgaben explodieren, stagnieren die verfügbaren Einkommen der Familien und Arbeiter. Das führt zu einer schleichenden Not, die oft hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Als Christen wissen wir, dass wirtschaftliche Fragen niemals reine Rechenexempel sind. Sie betreffen die Würde des Menschen und unsere Pflicht zur Nächstenliebe. Wenn das Leben für den einfachen Bürger kaum noch bezahlbar ist, gerät das soziale Gefüge ins Wanken. Auch viele Klein- und Mittelunternehmen klagen über sinkende Umsätze – ein logisches Resultat, denn wo die Kaufkraft der Menschen schwindet, bricht auch die wirtschaftliche Basis weg.

Subsidiarität statt staatlicher Überlastung

Vor diesem Hintergrund müssen wir kritisch hinterfragen, ob zusätzliche Steuern und Abgaben die richtige Antwort auf die finanziellen Herausforderungen des Staates sein können. Aus Sicht einer christlich-sozialen Verantwortung gilt: Der Staat soll den Menschen dienen und sie unterstützen, anstatt sie durch immer neue Lasten zu erdrücken.

In der Volkswirtschaft wie im Leben bleibt eine Wahrheit bestehen: Wenn die wirtschaftliche Aktivität durch Überregulierungen und Abgaben erstickt wird, sinken langfristig auch die Einnahmen des Staates. Und die Leidtragenden dieser Fehlpolitik sind am Ende immer jene, die ohnehin schon am Rande der Gesellschaft stehen.

Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass diese einfachen Zusammenhänge – und die damit verbundene moralische Verantwortung – in den politischen Entscheidungsgremien aus dem Blick verloren wurden. Statt darüber nachzudenken, wie wir Familien entlasten, Betriebe stärken und Arbeitsplätze dauerhaft sichern können, dreht sich die Debatte meist nur darum, wo noch weitere Belastungen durchsetzbar sind. Doch Wirtschaft darf kein Selbstzweck sein; sie muss Werkzeug für ein gelingendes Leben aller Menschen sein.

Ein Ruf nach sozialer Gerechtigkeit

Genau aus diesem Grund weisen wir von der Plattform Obdachlose und der Obdachlosenpartei unermüdlich darauf hin: Wahre wirtschaftliche Stabilität und echte soziale Gerechtigkeit entstehen nicht durch Zwang und immer höhere Abgaben. Sie entstehen dort, wo Vertrauen wachsen kann. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die es Menschen und Unternehmen erlauben, erfolgreich zu arbeiten, mutig zu investieren und eine sichere, von Solidarität getragene Zukunft zu gestalten.

Die Schöpfung zu bewahren und den Nächsten zu schützen bedeutet auch, für eine gerechte und tragfähige Wirtschaftsordnung einzutreten.

Ihre Meinung zählt: Wie sehen Sie das? Wo braucht es in der aktuellen Wirtschaftspolitik dringend ein Umdenken im Sinne christlicher Werte? Schreiben Sie mir Ihre Gedanken an die Redaktion.

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Jesus oben, unten und in der Verbindung?

Wo nun? Es ist die Taufe Jesu. Er sitzt im Jordan und Johannes der Täufer tauft ihn. Wir finden das im Lukasevangelium im Kapitel 3 in den Versen 21 und 22. Der Himmel öffnet sich. Und der Heilige Geist kommt vom Himmel auf Jesus herab.

Und dann erklären mir die Trinitarier, dass dies nur ein Schauspiel gewesen wäre. Das Jesus gleichzeitig unten sass und oben war und die ganze Taube nur Show.

Ganz ehrlich, Freunde. Das glaube ich nicht. Für mich ist Jesus einfach ein zweiter Adam, wie es Paulus erklärt und dann wird er zum Fürst der Welt und Heiland, Gott für uns Menschen erhöht. So wie es in der Apostelgeschichte steht.


Und weil mich die Menschen immer wieder fragen, ob ich die Bibel für die Wahrheit halte. Die absolute. Ich bin nur immer wieder überrascht, was da angeblich alles in der Bibel stehen soll, was ich dort nicht finden kann.

Was meinst Du dazu?

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Heute ist Vatertag!

Ein Tag, an dem sich viele Kinder bei ihren Vätern bedanken.

Andere wiederum fragen sich vielleicht, wer ihr Vater überhaupt ist. Weil sie ihn niemals kennengelernt haben. Oder weil er nie Teil ihres Lebens war.

Darum ist es tröstlich, dass Jesus uns ein Gebet gelehrt hat:

„Vater unser im Himmel.“

Ein Gebet, das auch denen einen Vater gibt, die niemals einen Vater hatten. Oder deren Vater behauptet, gar nicht ihr Vater zu sein.

Für andere stellt sich wiederum eine andere Frage:

Wenn ich einen Vater im Himmel habe, was bedeutet das eigentlich?

Wenn wir beten:

„Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“,

dann stellt sich doch die Frage:

Wie ernst meinen wir diese Worte?

Glaubst Du eigentlich, dass das Reich Gottes kommt?

Was meinst Du?

Erzähle es uns in den Kommentaren.

Wir wünschen allen Vätern einen gesegneten Vatertag.

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