MSN: Deutschland geht es zu gut, um die Probleme zu erkennen
Wie sagte doch immer mein Vater? Wir haben stets einen Euro zu viel verdient im Angestelltenverhältnis, um selber kreativ zu werden.
Ja Ja.
So wird’s wohl gewesen sein in der Zeit des Wirtschaftswunders.
Zählt das heute auch noch?
Ja aber nur noch bedingt
Es wäre gut, wenn heute wieder reguläre Beschäftigungsverhältnisse angeboten würden. Denn dann wäre diese Welt noch in Ordnung.
Wieso ich das sage?
Ich erkläre es Ihnen.
Also Vater geht zur Frühschicht. Mutter geht zur Spätschicht.
Mindestlohn!
Monatliches Einkommen 1900 Euro netto.
Nach Abzug aller Kosten: Na da wird’s knapp.
Also noch einen 450 Euro Job drauf.
Jetzt ist Kreativität gefordert. Aber nicht um etwas zu schaffen, sondern um zu überleben.
So siehts in vielen Familien in Deutschland aus.
Besonders in den Metropolen.
Wo horende Mieten mittlerweile an der Tagesordnung sind.
Köln. München. Hamburg.
Da ist Kreativität mehr als gefragt.
Obwohl doch alle vom Wohlstand reden. Nie war die Arbeitslosigkeit geringer!
Wir lügen uns alle in die eigene Tasche.
Und dann stellt sich ein Grossverdiener wie Herr Gromme, fast mein früherer Nachbar hin und gibt seinen Sermon, als alter Mann ab.
Deutschland geht’s zu satt?
Der Mann sollte mal einen Tag wieder selber die Schaufel in die Hand nehmen um der Realität in Deutschland ins Auge zu sehen.
Er denkt nur in Wirtschaft!
Es wird Zeit, dass solche Zeitgenossen den Acker der Ausnutzgesellschaft verlassen.
Euer Charli


