Das die meisten Parteien, liebe Freunde, heute über eigene Sendeanlagen verfügen ist logisch. Die haben auch deutlich mehr Geld als wir. Das aber eine Obdachlosenpartei über so etwas verfügt, ist eher selten. Eben so selten, wie das eine Obdachlosenpartei satirisch agiert. Also: Die Welt auf die Schaufel nimmt. Etwas, dass aber bei Obdachlosen die bessere Lösung wäre, als die ständige Wut auf die Welt.
Gestern hatte ich eine lange Diskussion mit einem durchaus erfolgreichen Geschäftstreibenden im 22.Bezirk, der so überhaupt nicht verstehen konnte, wie jemand obdachlos werden kann. Und ich habe mich entschlossen mit ihm darüber zu diskutieren. Weil, einmal ganz ehrlich mir die Vorurteile gegen Obdachlose ziemlich auf den Hammer gehen.
Denn: Auch wenn ich aus gutem Haus komme, theoretisch sogar, wäre ich ein paar Jahrhunderte früher geboren worden, französischer König, Herzog von Flandern oder sogar Kaiser des Lateinischen Kaiserreichs hätte sein können, oder zumindest österreichischer General, so ist es mir dennoch schon passiert, sogar 2 mal in meinem Leben, für kurze Zeit obdachlos zu sein.
Das eine Mal, weil ich mit einem EDV Unternehmen nach Y2K die Mitarbeiter einfach nicht abbauen wollte. Dennoch, trotz längerer Durststrecke immer noch hoffte, es mögen doch noch irgendwo am Horizont Auftrage auftauchen. Kam nicht. Und die Bank konfiszierte die von mir angezahlte Genossenschaftswohnung.
Das zweite Mal, weil ich mich entschlossen hatte 8 Monate eine Gemeindewohnung zu verlassen um zuerst unsere Partei österreichweit vorzustellen. Dann noch 2 Monate Urlaub in Bulgarien anhängte. Und man daher aus Gründen der langen Abwesenheit einen Abwesenheitskurator bestellte und eine Delogierungsklage einreichte.
Weil: So geht das nicht. Nur einfach Miete zahlen. Nein! Da besteht Anwesenheitspflicht!
Und so kann ich, auch wenn ich heute mit dem Liberalen Boten unter https://jachwe.wordpress.com eine eigene Zeitung mit knapp 600.000 LeserInnen und ein Forum unter https://dietempler.org mit knapp 43.000 BesucherInnen betreibe, mein Mitstreiter sogar unter https://laut.fm/wienerlerndrehscheibe geschaffen hat, lauter Medien die sich für die ansonsten von den Medien bisher geschnittene Obdachlosenpartei einsetzen, vergessen Sie ab Dienstag nicht den Weg auf das Magistrat für eine Unterstützungserklärung, selbst ein Lied über Obdachlose singen.
Mein Gesprächspartner hat übrigens gestern, als er erfuhr, dass ich selbst zweimal obdachlos war, seine Meinung geändert. Sah dann doch einen Sinn in einer Obdachlosenpartei. Nämlich das beseitigen der Vorurteile. Zweifelsfrei ein Teil unserer Arbeit. Ein Teil unseres Projekts „Restauration Alt-Österreich“.
Glaubst Du nicht?




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