Robin Hood: Stehlen für die Allgemeinheit?

Es ist überraschend, liebe Freunde, wenn die Bibel die Unschuldsvermutung für einen Verwalter nicht kennt, der wohl aus gutem Grund heraus Geld abgezweigt hat. So finden wir dies im Lukasevangelium im Kapitel 16 in den Versen 1 bis 9.

Lukas 16,1 Er sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. 2 Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. 3 Da sprach der Verwalter bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. 4 Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. 5 Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Der sprach: Hundert Fass Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich hin und schreib flugs fünfzig. 7 Danach sprach er zu dem zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der sprach: Hundert Sack Weizen. Er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. 8 Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte. Denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts. 9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. 10 Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. 11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer wird euch das wahre Gut anvertrauen? 12 Und wenn ihr mit dem fremden Gut nicht treu seid, wer wird euch geben, was euer ist? 13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. 

Eine Straftat, die Jesus hier beginnt zu loben. Weil der Verwalter hier eine Menge Menschen einen Teil deren Schulden erlässt. Genau genommen die Menschen, wenn auch mit fremden Geld beschenkt. Etwas, woran sich Anton Edler von Peitl, der Hauptbuchhalter von Kaiser Franz Josef ein Beispiel genommen haben dürfte.


Irgendwann einmal erzählte mir einer, dieser hätte Gelder unterschlagen und sich dann in Grinzing erschossen. So das ich mir erst dachte, es könne sich um einen Verbrecher gehandelt haben. Bis ich feststellte, dass Kaiser Franz Josef so wenig für die Menschen getan hatte, dass gar keine andere Möglichkeit blieb.

Ja, Anton Edler von Peitl hat buchhalterisch Gelder ausgebucht und sie dann ans Volk verteilt. Und das Volk wiederum beschenkte ihn mit Zinshäusern und einer Villa im Grinzing. Weil er so manch einen hierdurch vor dem Galgen gerettet hat. Man würde es heute als Korruption bezeichnen. Und das war es wohl auch.

Womit es sehr spannend wird. Weil Jesus die Tat des Verwalters lobt. Nicht, weil er das Geld gestohlen hat. Sondern weil er es für die Allgemeinheit tat.

Glaubst Du nicht auch?

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About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
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