Die große Ausrede

🇩🇪 Predigttext: Die große Ausrede

Lukas 23,1–5

Es gibt Bibelstellen, die überraschen einen – und dann bleiben sie.
Lukas 23 ist so eine Stelle.

Jesus steht vor Pilatus.
Die Hohepriester bringen ihn dorthin, mit einem politischen Vorwurf:

„Er hetzt das Volk auf. Er verbietet, dem Kaiser Steuern zu zahlen. Er sagt, er sei König.“

Und dann passiert etwas Unerwartetes.

Pilatus fragt Jesus:

„Bist du der König der Juden?“

Und Jesus antwortet:

„Du sagst es.“

Das ist ein Bekenntnis.
Jesus bestätigt seine königliche Berufung – vor einem römischen Statthalter.
Er widerspricht nicht.
Er duckt sich nicht.
Er steht zu dem, was er ist.

Jetzt könnte Pilatus ihn wegen Amtsanmaßung verurteilen.
Aber er tut das Gegenteil.
Er sagt:

„Ich finde keine Schuld an ihm.“

Das ist nicht nur ein Freispruch – das ist eine Botschaft.
Pilatus – also Rom selbst – sieht keinen Grund, Jesus zu verurteilen.
Der angebliche „Aufrührer“ stellt für Rom keine Gefahr dar.

Und damit wird klar:

Die „Gefahr durch Rom“ war nie echt.
Sie war nur die große Ausrede.

Die religiösen Führer wollten ihn nicht loswerden, weil sie Angst vor Rom hatten –
sondern weil sie Angst vor ihm hatten.

Denn Jesus stellte nicht das Römische Reich in Frage –
sondern ihre Ordnung,
ihre Heuchelei,
ihre verhärtete Religion ohne Herz.

Sie sagten: „Wenn wir ihn nicht ausliefern, wird Rom kommen.“
Aber Rom kam – und sagte: Lasst ihn frei.

Damit war die Lüge entlarvt.

Und so bleibt die Frage:

Wie oft benutzen auch wir große Ausreden,
um uns nicht mit der Wahrheit auseinanderzusetzen?


🇬🇧 Sermon: The Great Excuse

Luke 23:1–5

There are Bible verses that surprise you – and then they stay with you.
Luke 23 is one of them.

Jesus stands before Pilate.
The religious leaders accuse him:

“He stirs up the people. He tells them not to pay taxes. He claims to be king.”

Pilate asks:

“Are you the King of the Jews?”

Jesus answers:

“You say so.”

That’s not a denial.
It’s a royal affirmation.

Now Pilate could condemn him for treason or false kingship –
but he doesn’t.
Instead, he says:

“I find no fault in this man.”

Rome itself finds no guilt in Jesus.
The “danger to the empire” turns out to be… an excuse.

The religious leaders didn’t want to protect Rome.
They wanted to protect themselves.

Jesus didn’t threaten Caesar –
He threatened their system.
Their control.
Their hardened religion.

They said: “If we don’t stop him, Rome will come.”
But Rome came – and said: “He is innocent.”

So the mask fell.

And the question remains:

How often do we use big excuses to hide from the truth?


🇧🇬 Проповед: Голямото извинение

Лука 23:1–5

Има библейски стихове, които ни изненадват – и остават в нас.
Лука 23 е един от тях.

Исус стои пред Пилат.
Религиозните водачи го обвиняват:

„Той възбужда народа. Казва, че не трябва да се плащат данъци на кесаря. Нарича себе си цар.“

Пилат пита:

„Ти ли си Царят на юдеите?“

Исус отговаря:

„Ти го казваш.“

Това не е отричане.
Това е потвърждение на неговото царско призвание.

Сега Пилат може да го осъди –
но не го прави.
Казва:

„Аз не намирам вина у този човек.“

Самият Рим не намира вина в Исус.
„Опасността за империята“ се оказва… извинение.

Религиозните водачи не искаха да защитят Рим.
Те искаха да защитят себе си.

Исус не застрашаваше кесаря –
а тяхната система.
Тяхната власт.
Тяхната религия без сърце.

Те казаха: „Ако не го предадем, Рим ще дойде.“
Но Рим дойде – и каза: „Той е невинен.“

И маската падна.

И въпросът остава:

Колко често използваме големи извинения,
за да избягаме от истината?


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About OM-Pastor Hans-Georg Peitl

.) Herausgeber des Liberalen Boten .) ist Bundesvorsitzender der Plattform Obdachlose (PO) .) Präsident des Plattform Obdachlose - Presseclubs (POP) .) Seniorpastor der Living hands .) Rektor des Instituts Für Christliche Forschung (IFCF) Sitz: Haskovo/Bulgarien .) Autor zahlreicher Freimaurer-Bücher
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