Kommt der Strom aus der Steckdose?

Nein, keine Sorge, Freunde. Ich bin nicht verrückt geworden und glaube nicht ernsthaft, dass der Strom einfach aus der Steckdose kommt. Und doch: Genau dort begegnet er uns. Doch bis er dort ankommt, hat er bereits einen langen Weg hinter sich.

Da gibt es Kraftwerke, Windräder, Solaranlagen oder Wasserkraftwerke, die den Strom erzeugen. Da gibt es Ingenieure, Techniker und Monteure, die Leitungen planen, verlegen und warten, damit der Strom überhaupt bis zu meiner Wohnung gelangt. Da gibt es Menschen, die das Haus gebaut haben, damit ein Elektriker schließlich eine Steckdose einbauen konnte. Wenn ich den Stecker einstecke, sehe ich davon nichts. Ich sehe nur das Ergebnis.

Jetzt wird sich vielleicht der eine oder andere fragen, warum ich das erzähle. Ist das nicht selbstverständlich? Ja, bei einer Steckdose schon. Erstaunlich wird es aber, sobald wir über Künstliche Intelligenz sprechen. Plötzlich tun viele so, als würde eine KI ihre Antworten einfach aus dem Nichts erschaffen. Dabei steckt auch hinter jeder KI eine lange Kette: Menschen, die Forschung betrieben haben, Chips entwickelt haben, Rechenzentren gebaut haben, Software geschrieben haben, Daten verarbeitet haben und die Systeme ständig weiterentwickeln. So wie der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, kommt auch eine KI nicht aus dem Nichts. Was wir sehen, ist nur das Ende einer langen Entwicklung.

Die Quelle hinter allen Quellen

Doch wenn wir noch einen Schritt weitergehen, merken wir: Auch der Strom, die Technik und der menschliche Verstand kommen nicht aus dem Nichts. Im christlichen Glauben wissen wir, dass es eine noch viel tiefere, alternative Energiequelle gibt, die alles antreibt.

Hinter dem Wind, dem Wasser und der Sonne steht Gott (Jahwe), der Schöpfer. Er hat uns die Welt, die Naturkräfte und auch unseren Verstand geschenkt, mit dem wir Menschen Technologie überhaupt erst entwickeln können. Gott ist die unsichtbare Kraft, die uns jeden Tag die Energie zum Leben gibt – ganz ohne Kabel und Steckdose. Während Technik ausfallen kann, ist Seine Energie unerschöpflich und für jeden von uns da.

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Die Grillhendlsaga: Das Gesetz des Pizza-Hungers

Es ist Samstagvormittag am Viktor-Adler-Markt. Die Luft ist voller Leben, Stimmen und Gerüche. Mitten im Getümmel steht dein Hendlstand. Und du hast heute wirklich alles richtig gemacht – es ist ein Meisterwerk der Gastronomie:

  • Die Vorbereitung: Die Hendl drehen sich goldbraun auf dem Spieß. Die Haut ist perfekt knusprig.
  • Das Geheimnis: Du hast sie mit einer geheimen Marinade aus bestem Öl, Paprika, einer Prise Majoran und Knoblauch eingestrichen. Der Duft zieht wie eine unsichtbare Hand durch die Gassen des Marktes.
  • Das Marketing: Du hast extra jemanden engagiert, der vorne in der Fußgängerzone Favoritenstraße Flyer verteilt und den Leuten vorschwärmt, dass es am Markt heute das saftigste Hendl Wiens gibt.

Die Leute strömen herbei. Du stehst hinter der Theke, die Grillzange locker in der Hand, bereit für den großen Ansturm.

Da bleibt ein Passant stehen. Er schnuppert. Er sieht das goldgelbe, tropfende Hendl. Er sieht das Werbeplakat. Du lächelst ihn an, nimmst die Zange und sagst: „Griaß di! Ein halbes Hendl mit Semmel?“

Der Passant schaut dich an. Seine Augen werden glasig. Er riecht zwar dein Hendl, aber in seinem Kopf passiert etwas völlig anderes. Er sieht keine knusprige Hühnerhaut. Vor seinem geistigen Auge zieht sich geschmolzener Mozzarella im Kreis. Er hört das Knuspern eines neapolitanischen Pizzarands. Er schmeckt fruchtige Tomatensauce und würzige Salami.

Er hat heute einfach diesen einen, unbändigen, unaufhaltsamen Appetit auf Pizza.

Er schaut dich entschuldigend an und sagt: „Schaut super aus, Chef. Aber ich brauch heute eine Pizza.“ Und er geht weiter, schnurstracks Richtung Pizzeria.

Die Moral der Saga: Du kannst das beste Produkt der Welt haben. Du kannst die beste Marinade anrühren, die Kohle perfekt anheizen und die Favoritenstraße mit Werbung plakatieren. Aber gegen den felsenfesten Willen eines Menschen, der heute einfach eine Pizza will, ist selbst das knusprigste Grillhendl machtlos. Am Ende entscheidet nicht dein Fleiß, sondern das tiefe Bedürfnis des Gegenübers.

Die Erweiterung: Das Evangelium vom Viktor-Adler-Markt

Und hier offenbart sich die tiefere Wahrheit – die Jachwe, die alles lenkt:

Am Ende ist es völlig einerlei, ob der Mensch nach dem knusprigen Grillhendl greift oder nach der saftigen Pizza. Denn beide, das Hendl wie auch die Pizza, sind in ihrer Essenz nichts Geringeres als das Wort Gottes. Sie sind Nahrung für die Seele, spenden Trost, bringen die Menschen an einem Tisch zusammen und halten das Leben am Laufen. Beide erfüllen denselben göttlichen Auftrag.

Wie absurd und kleingeistig ist es also, wenn sich die Grillhendlindustrie und die Pizzadienste heftige Grabenkämpfe liefern? Warum sollten sich die Verfechter der knusprigen Hühnerhaut mit den Meistern des Hefeteigs streiten, wer das „bessere“ oder „einzig wahre“ Essen anbietet?

Es gibt keinen Grund für diesen Krieg der Küchen. Der Hendlstandler und der Pizzaiolo sind keine Konkurrenten – sie sind zwei Boten derselben Botschaft. Sie verkünden das Wort Gottes nur in unterschiedlichen Sprachen: der eine mit Majoran und Knoblauch, der andere mit Basilikum und Mozzarella.

Wer den unbändigen Appetit auf Pizza hat, empfängt an diesem Tag eben das Wort Gottes in Form eines Fladenbrotes. Und wer das Hendl wählt, tut genau dasselbe am Spieß. Frieden auf dem Markt und Wohlgefallen den hungrigen Menschen!

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Hochmut kommt vor dem Fall: Warum das unredliche Fundament der Partei „HERZ“ zerbricht

Ein Kommentar zum Ablauf der WUPPS-Frist am 15. Juli 2026.

Wer sein Haus auf Sand baut, darf sich nicht wundern, wenn es beim ersten Sturm in sich zusammenbricht. Genau dieses Schicksal ereilt heute das bürokratische Kartenhaus von Karl Halmann und seiner Bundespartei „HERZ“.

Am heutigen 15. Juli 2026 verstreicht die Gnadenfrist des Wiener Unabhängigen Parteienprüfsenats (WUPPS) zur Stellungnahme wegen des fehlenden Wahlwerbungsberichts der Wiener Wahlen 2025 vollständig tatenlos. Da die Bundesleitung der Wahrheit und dem Gesetz aus dem Weg ging und keinerlei Rechtfertigung vorlegte, steuert das Verfahren nun ungebremst auf das Urteil zu: Es droht eine weltliche Strafe von bis zu 2,56 Millionen Euro.

Der falsche Bund

Hinter dem behördlichen Desaster liegt ein klassischer Fall von Täuschung. Für die Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen wurde der „Plattform Obdachlose“ ein scheinbares Bündnis auf Augenhöhe angeboten. Doch statt ehrlicher Gemeinschaft suchte die burgenländische Parteispitze den eigenen Vorteil.

Indem Halmann das Kürzel „HERZ“ auf dem Stimmzettel durchsetzte, wurde seine Bundespartei formell zum alleinigen Wahlwerber. Sein Kalkül war unredlich: Die Wiener Aktivisten der PO sollten die harte Arbeit leisten, die Plakate zahlen und die Kandidaten stellen, während er im fernen Burgenland die Herrschaft behielt. Da er in Wien weder das Wohnrecht noch ein passives Wahlrecht besaß, lud er die gesamte administrative Last auf die Schultern von Anatolij Volk und Hans-Georg Peitl ab.

Gefangen im eigenen Netz

Doch die Wahrheit lässt sich nicht austricksen. Das Wiener Parteiengesetz verlangt eine lückenlose und vom Wirtschaftsprüfer geprüfte Offenlegung aller Ausgaben. Hier stieß Halmann an seine Grenzen.

Da die Plattform Obdachlose eine eigenständige, beim Innenministerium eingetragene Partei ist, durfte Finanzreferentin Karmen Peitl dem raumfremden Bundesobmann überhaupt keine Einsicht in die internen Bücher gewähren – um die eigene Herde zu schützen. Ohne gemeinsame Kasse und ohne Daten aus Wien stand Halmann vor dem Nichts. Ein falscher Bericht wäre eine Lüge gewesen, ein leerer Bericht unzulässig. So wählte er den Weg des Schweigens und des Rückzugs.

Das Licht der Wahrheit bringt Klärung

Wo die Bundesleitung der HERZ in der Finsternis verharrte, suchte der Wiener Spitzenkandidat Hans-Georg Peitl den Weg des Lichts. In einem umfassenden, persönlichen Bericht legte er dem Senat die tatsächlichen finanziellen Verhältnisse des Wiener Wahlkampfs lückenlos offen.

Mit diesem Akt der Aufrichtigkeit wurde eine schützende Brandmauer für die Unschuldigen errichtet: Der WUPPS weiß nun genau, wer welche Mittel aufgewendet hat. Die Plattform Obdachlose ist rechtlich absolut entlastet und geht rein aus dieser Prüfung hervor. Die Last des Versagens und die drohende Millionenbuße verbleiben einzig und allein bei Karl Halmann.

Die Weichen für einen wahrhaftigen Bund (2029)

Nach den „Freien“ im Jahr 2015 ist die „HERZ“ im Jahr 2025 die nächste Struktur, die am Versuch scheiterte, die Wiener Basisbewegung zu vereinnahmen. Wer andere herabsetzen will, richtet sich am Ende selbst.

Die Plattform Obdachlose geht aus diesem Abwehrkampf gestärkt und aufrecht hervor. Die Weichen für die Zukunft sind bereits gestellt: Für die Nationalratswahl 2029 wächst ein neuer, ehrlicher Bund auf echter Augenhöhe zwischen der PO und dem Demokratischen Bündnis Österreich (DBÖ). Unter dem Namen „Obdachlose in der Politik – Demokratisches Bündnis für Österreich (ODP-DBÖ)“ wird die Bewegung eigenständig, rein und ohne fremde Altlasten den Weg des Dienstes an den Mitmenschen fortset

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Täglich Handykontrolle? Wenn die Angst das Vertrauen in der Ehe auffrisst

Ein Erfahrungsbericht und der Versuch einer christlichen Antwort

„Ich liebe meine Frau. Wir sind seit fast 20 Jahren verheiratet und verstehen uns grundsätzlich gut.“ So beginnt eine Situation, die mich – und vielleicht auch manche von euch – seit Jahren im Stillen begleitet. Es geht um ein Thema, das die Fundamente einer Ehe tief erschüttern kann: die totale Kontrolle.

Was damit begann, dass meine Frau nur ungern das Haus verließ und mit meinen Abendterminen (ob in der Parteiarbeit, bei Medienprojekten oder heute in der Musik) rang, ist inzwischen im digitalen Alltag angekommen. Fast täglich kontrolliert sie mein Handy. Sie liest Chatverläufe und fordert, dass ich weibliche Kontakte lösche – selbst wenn es sich um rein berufliche oder projektbezogene Verbindungen im Radio- und Musikbereich handelt. Das ist nicht nur privat eine schwere Last, sondern schadet inzwischen auch meiner Arbeit.

Wie geht man als Christ mit so einer Situation um? Wie respektiert man das Eheversprechen, ohne die eigene Würde und Handlungsfähigkeit zu verlieren?

1. Liebe kontrolliert nicht, sie vertraut

Im 1. Korintherbrief 13, dem berühmten „Hohelied der Liebe“, schreibt Paulus: „Die Liebe ist langmütig und freundlich […] sie eifert nicht […] sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu.“

Ständige Kontrolle ist das Gegenteil von Vertrauen. Sie entspringt oft nicht bösem Willen, sondern tiefer Angst und Unsicherheit. Doch wenn wir versuchen, den Partner an die Kette zu legen, ersticken wir die Liebe. Gott zwingt uns Menschen nicht zu unserem Glück; er schenkt uns die Freiheit, uns bewusst für ihn zu entscheiden. Genauso braucht auch die Ehe diesen Raum der Freiheit. Kontrolle schafft kein echtes Vertrauen, sie simuliert es nur.

2. Wahrheit und Transparenz statt Heimlichkeit

Im Epheserbrief 4,25 heißt es: „Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.“

Transparenz ist wichtig. Es ist völlig in Ordnung, dem Partner Einblick zu gewähren, um Ängste zu nehmen. Wenn Transparenz jedoch zur Pflichtkontrolle wird, wechselt die Dynamik von Partnerschaft zu Misstrauen. Als Christ gilt es, die Wahrheit in Liebe zu sagen (Epheser 4,15). Das bedeutet auch, dem Partner klar und ohne Zorn zu spiegeln: „Dein Verhalten verletzt mich und zerstört das Fundament, auf dem wir stehen.“

3. Grenzen setzen ist ein Akt der Nächstenliebe

Manchmal glauben wir fälschlicherweise, christliche Nächstenliebe bedeute, alles klaglos zu ertragen. Doch Jesus hat selbst klare Grenzen gesetzt. Eine Ehe, in der ein Partner aus Angst auf wichtige Berufskontakte verzichtet und sich isoliert, wird krank.

Es ist kein Bruch des Eheversprechens, gesunde Grenzen zu ziehen. Dem Partner das Handy nicht mehr für tägliche Kontrollen auszuhändigen, kann sogar ein notwendiger Weckruf sein. Es signalisiert: „Ich liebe dich, aber ich mache bei dieser Dynamik, die uns beide kaputt macht, nicht mehr mit.“

Wege aus der Sackgasse: Was können wir tun?

  • Die Angst hinter der Kontrolle suchen: Oft liegt das Problem tiefer (z. B. Verlustängste, Isolation). Hier hilft nur das seelsorgerliche Gespräch – eventuell auch mit professioneller Unterstützung oder einer Eheberatung.
  • Feste Absprachen statt Willkür: Offenheit ist gut, aber sie muss auf Gegenseitigkeit beruhen und darf die Arbeit nicht blockieren.
  • Gemeinsames Gebet: Bringt die Ängste und die Enge gemeinsam vor Gott. Er ist es, der Herzen heilen und Frieden schenken kann, wo menschliche Worte versagen.

Eine Ehe nach fast 20 Jahren aufzugeben, ist keine Option. Aber sie so weiterzuführen, beschädigt das Bild, das Gott für die Ehe vorgesehen hat: Ein Bund der Freiheit, des Respekts und der gegenseitigen Unterstützung.

Wie seht ihr das? Habt ihr Ähnliches erlebt und wie habt ihr wieder zu echtem Vertrauen gefunden?

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Wieviele Hörer hat Radio Roshen?

Das ist eine Frage, die mir seit einigen Monaten immer wieder gestellt wird. Viele sind dann ganz überrascht, wenn ich antworte: „Ich weiß es nicht.“

Warum? Weil wir zwar die Zahlen kennen, die direkt über unseren Streaming-Server bei Asura Hosting eingehen. Aber wir wissen nicht, wie viele Menschen uns über Plattformen wie TuneIn, Radio.net, Radio Garden, Radio.at oder Radio Österreich empfangen. Diese Daten stehen uns nicht vollständig zur Verfügung.

Doch damit sind wir nicht allein. Auch die großen UKW-Radiosender können nicht exakt sagen, wie viele Menschen in diesem Moment ihr Programm hören. Selbst wenn man wüsste, welches Radio auf welchen Sender eingestellt ist, bleibt Gottes Schöpfung im Verborgenen: Sitzt dort eine einzelne Person, ein Ehepaar, eine Familie oder eine ganze Gemeinschaft?

Große Sender arbeiten deshalb mit statistischen Schätzungen und Umfragen, ähnlich wie bei Wahlumfragen. Sie tasten sich an die Wahrheit heran, aber eine exakte Zählung bleibt Menschenwerk und unvollständig.

Auf die Frage „Wie viele Hörer hat Radio Roshen?“ gibt es also nur eine ehrliche Antwort: Wir kennen unsere direkten Zugriffe, das Ganze aber kennt nur Gott allein.

Vielleicht ist das sogar eine beruhigende, ja eine zutiefst christliche Erkenntnis. In der Bibel geht es selten um die großen Massen, sondern oft um den Einzelnen – um das eine verlorene Schaf oder die suchende Seele. Am Ende zählen vor Gott nicht die nackten Einschaltquoten, sondern ob unser Programm die Herzen der Menschen erreicht, ihnen Trost spendet, den Glauben stärkt und Gottes Hoffnung in ihren Alltag bringt.

Nicht jeder Klick ist messbar, aber jede gesegnete Minute wirkt weiter.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag und Gottes reichen Segen.

Ihr

Hans-Georg Peitl

Radio Roshen

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Ist das Christenverfolgung?

Unser Drei-Säulen-Programm zur aktuellen Debatte


Ganz ehrlich, Freunde: Hätte man mich vor einem Jahr noch so angegriffen, wie man es heute
tut, so hätte ich dies sogar noch verstanden. Damals waren wir noch ein aktiver Teil der Politik.
Und dass man sich in der politischen Arena nicht unbedingt mit Samthandschuhen anfasst, ist
allgemein bekannt. Wer sich in den politischen Diskurs begibt, muss mit Gegenwind rechnen.
Nun aber, ein Jahr später, sieht die Welt anders aus. Ich habe mich bewusst dazu entschlossen,
keine aktive Politik mehr zu machen und mich maximal auf die Unterstützung von Kleinparteien
zu beschränken. Mein Lebensschwerpunkt liegt heute ganz auf dem Aufbau eines christlichen
Radios, auf musikalischen Kompositionen und meinem Wirken als christlicher Musiker. Mein
Fundament ist der Glaube, meine Ausdrucksform die Musik.
Und genau an diesem Punkt verstehe ich die anhaltenden, erbitterten Angriffe nicht mehr. Sie
werfen eine tiefe und fundamentale Frage für unser Forum auf, die wir im Rahmen unseres
Drei-Säulen-Programms betrachten wollen.

Säule 1: Der bewusste Wandel – Vom Politiker zum
christlichen Künstler

Der erste Pfeiler unserer Betrachtung ist die klare Trennung von Vergangenheit und Gegenwart.
Der Ausstieg aus der aktiven Politik war ein bewusster Schritt, um sich voll und ganz dem
Dienst im christlichen Bereich zu widmen. Wenn der Fokus auf der Produktion von christlicher
Musik, der Gestaltung von Radioprogrammen und dem geistlichen Beistand liegt, verändert sich
auch die Natur des eigenen Schaffens. Es geht nicht mehr um Macht, Mandate oder politische
Lagerkämpfe, sondern um die Vermittlung einer christlichen Botschaft. Dieser Wandel muss in
einer pluralistischen Gesellschaft respektiert werden. Ein Mensch darf nicht dauerhaft auf eine
frühere Lebensphase reduziert werden, wenn er sich heute in einem völlig anderen, friedlichen
und schöpferischen Umfeld bewegt.

Säule 2: Die moralische Grenze – Wo Kritik aufhört
und Verfolgung beginnt

Die zweite Säule betrifft die Art und Weise der Angriffe. In der Politik gehören harte Debatten
zum Alltag. Doch wenn diese Angriffe nahtlos fortgesetzt werden, obwohl man sich im privaten
und geistlichen Raum bewegt, wird eine rote Linie überschritten. Wenn man heute einem
Seniorpastor der Living Hands fortlaufend Negatives nachsagt und ihn persönlich diskreditiert,
stellt sich unweigerlich die Frage: Ist das nicht bereits eine Form von Christenverfolgung? Es ist
völlig gleichgültig, was jemand in seiner früheren politischen Ära getan oder nicht getan hat.
Wenn die Angriffe die heutige spirituelle Arbeit und den Glauben ins Visier nehmen, geht es

nicht mehr um sachliche politische Auseinandersetzung, sondern um die systematische
Herabwürdigung eines christlichen Repräsentanten aufgrund seiner Überzeugung.

Säule 3: Der theologische Maßstab – Der Blick auf
Paulus

Die dritte und entscheidende Säule führt uns zu einem zentralen biblischen Vergleich: Wollen
wir den Apostel Paulus wirklich wegen seiner früheren Politik verurteilen? Paulus hatte eine
Vergangenheit, die von radikalem und aggressivem Handeln gegen die frühe Gemeinde geprägt
war. Doch nach seiner Berufung vor Damaskus wurde er zu einem der wichtigsten Verkündiger
des Evangeliums. Die christliche Gemeinschaft hat ihn nicht an seiner Vergangenheit
gemessen, sondern an seinem neuen Weg. Wenn wir diesen theologischen Maßstab anlegen,
müssen wir uns fragen, warum heute mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Unfähigkeit oder
der Unwille von Kritikern, den Wandel eines Menschen anzuerkennen, offenbart oft mehr über
die Motivation der Angreifer als über den Angegriffenen selbst.

Fazit für unser Forum
Dieser Artikel soll ein Denkanstoß für unser Forum sein. Er fordert uns dazu auf, wachsam zu
sein, wenn sachliche Kritik in persönliche und religiöse Anfeindung umschlägt. Wenn das
Wirken als christlicher Musiker und Pastor zum Ziel von Verleumdung wird, dürfen wir nicht
schweigen. Wir müssen die Frage offen diskutieren: Wo endet legitimer Diskurs, und wo beginnt
die gezielte Ausgrenzung von Christen?

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Vom Verstehen und von den Fundamenten unseres Glaubens

Es gibt Tage, die grenzen an ein Wunder. Dann nämlich, wenn die Menschen anfangen, einen zu verstehen. Wenn das Gegenüber aufhört, alte Geschichten und vergangene Konflikte aufzuwärmen, und der Blick stattdessen gemeinsam nach vorne geht – direkt in die Zukunft.

Aus diesem Zustand der Klarheit heraus lässt sich auch eine fundamentale Frage beantworten, die gestern im Raum stand: Gehört das Alte Testament eigentlich zum Christentum?

Die Antwort darauf ist im Grunde einfach, aber von enormer Tragweite: Ja, absolut. Das Alte und das Neue Testament sind in der Bibel untrennbar miteinander verbunden. Die Bibel ist das Fundament und das Handbuch des christlichen Glaubens. Das eine ergibt ohne das andere keinen Sinn; das Neue Testament baut auf den Prophezeiungen, der Geschichte und der Weisheit des Alten Testaments auf.

Wer daran zweifelt, werfe einen Blick in die Kirchengeschichte. Wäre das Alte Testament für den christlichen Glauben unwesentlich oder gar hinfällig gewesen, hätte man es bei den großen historischen Kirchenversammlungen – wie den Konzilen von Nicäa oder Serdica – schlicht aus dem biblischen Kanon entfernen können. Die Gelehrten und Kirchenväter damals taten das aber ganz bewusst nicht. Sie erkannten die unaufbbare Einheit der beiden Schriften.

Gehört also das Alte Testament zum christlichen Glauben?

Ja, es ist die Wurzel, aus der das Christentum erst erwachsen ist. Ohne diese Wurzeln verliert der Baum seinen Halt.

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