Jesus einmal anders gesehen

Irgendwie verwirrend. Während die Pharisäer Jesus verfolgten, weil er mehr Menschen taufte als Johannes, fordert Jesus hier im Lukasevangelium im Kapitel 7 im Vers 29 nach der Taufe des Johannes taufen.

So das man sich fragen kann: Ist denn die Taufe welcher Art gleichgültig?

Und dann lobt Jesus die Askese von Johannes. Die allerdings von den Menschen nicht wahrgenommen wird.


Ebenso wenig wie sein völlig normales Leben.

Und das sind Szenen aus dem Leben Jesu, welche oftmals ein vollkommen anderes Bild von Jesus vermitteln, als uns das die Kirche war machen will.

Ein Mann mit Schwertern, welcher sich berichten lässt, dass die Zeloten umgekommen sind.

Ein Mann mit Ignoranz der jüdischen Gesetze, die er in zwei Geboten „Liebe Gott den Herrn, der alles gemacht hat“ und „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“ zusammenfasst.

Ein Mann der lieber Zeit mit Maria verbringt, als auf die Arbeit von Martha zu schauen.


Um nur ein paar Punkte zu erklären.


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Was ist ein Prophet?

Wenn man in alten Zeiten erzählt hätte, dass man die Stimme Gottes hört und Gott einem etwas zeigt oder sagt, dann hätte man wohl rasch gesagt: Das ist ein Prophet.

Erzählt man Menschen heute von solchen Erfahrungen, kommt oft eine andere Reaktion: Manche werden skeptisch, andere denken sofort an psychische Erkrankungen. Wieder andere sagen schlicht: Gott gibt es nicht.

Interessant ist dabei: Beweisen lässt sich weder die Aussage „Gott spricht“ noch die Aussage „Gott spricht sicher nicht“. Trotzdem treffen Menschen auf beiden Seiten oft sehr klare Entscheidungen.

Die Bibel ist voller Menschen, die behaupteten, Gottes Stimme gehört zu haben: Propheten, Apostel, selbst Jesus spricht immer wieder davon, den Willen des Vaters zu tun. Waren das außergewöhnliche Erfahrungen? Symbolische Sprache? Oder echte Begegnungen mit Gott?

Und noch eine Frage bleibt offen:

Wenn jemand etwas erlebt, das ihn zu mehr Liebe, Verantwortung, Hoffnung und Menschlichkeit führt – was genau erleben wir dann?

Erkenntnis Gottes oder nur die Stimme unseres eigenen Inneren?

Was meinst Du?

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Alle sind Diebe und Räuber?

So manches was Jesus von sich gibt, ist manchmal schwer zu begreifen. So auch Johannes 10 die Verse 7 und 8 in denen er meint:

Alles was vor mir kam waren Diebe und Räuber.

Weil: Wenn man das so stehen lässt, so würde plötzlich aus den Propheten Diebe und Räuber. Und wenn man so etwas heute bekannt gibt, in der Politik darauf hinweist, dem physischen Aufbau des Reich Gottes so hört man dann gesagt:

So etwas kann man doch nicht über die Politik sagen.

Und doch stelle ich mir die Frage was in der Politik bisher wirklich für den Menschen erfolgte? Warum es heute noch Menschen ohne Wahlrecht gibt? Warum manche Menschen wirtschaftlich schlecht vertreten werden?

Was meinst Du?

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Predigt: Wenn diese schweigen, werden die Steine schreien

Textgrundlage: Lukas 19, 37–40

Liebe Gemeinde,

wir leben in einer Zeit, die oberflächlich betrachtet so laut ist wie nie zuvor. Sekundenberichte, endlose Kommentarspalten, Millionen von Videos, die rund um die Uhr auf unsere Bildschirme prasseln. Man könnte meinen, der Menschheit wäre noch nie so viel Raum gegeben worden, um zu sprechen, zu teilen und Zeugnis abzulegen.

Doch wer genauer hinsieht, wer mit wachem Geist und offenem Herzen durch diese digitale Welt geht, der bemerkt eine schleichende, unheimliche Stille.

Es ist nicht die Stille des Friedens. Es ist die Stille der Ausgrenzung. Es ist das systematische Glattstreifen des menschlichen Geistes.

1. Das moderne Diktat des Schweigens

Wenn heute Menschen aufstehen und Missstände beim Namen nennen, wenn sie traditionelle, christliche Werte verteidigen, wenn sie die Mächtigen hinterfragen oder ungemütliche Wahrheiten aussprechen, erleben sie das, was die Pharisäer damals vor den Toren Jerusalems versuchten: Sie sollen zum Schweigen gebracht werden.

Damals forderte man Jesus auf: „Meister, weise deine Jünger zurecht!“ Bring sie zum Schweigen, sie stören die Ordnung, sie stören den Status quo, sie passen nicht in das System.

Heute braucht es dafür oft keine sichtbaren Pharisäer mehr. Heute übernehmen das die unsichtbaren Zensoren unserer Zeit: Algorithmen, digitale Filter und die weichgespülte Korrektheit großer Konzerne. Aus Angst vor Kontroversen, aus Gier nach dem sterilen Wohlwollen von Werbekunden wird das lebendige Wort blockiert. Wer aneckt, wer den Finger in die Wunden der Gesellschaft legt – sei es bei der Debatte um Gerechtigkeit, Freiheit oder unseren Glauben –, dem wird im digitalen Raum der Stecker gezogen. Es ist eine moderne, subtile Form der Verdrängung. Sie wollen eine Kultur, die funktioniert wie eine Maschine: ohne Reibung, ohne Ecken, ohne Kanten, ohne Seele.

2. Die Illusion der Neutralität

Die Welt versucht uns einzureden, dass diese Zensur zu unserem Schutz geschieht. Man nennt es „Sicherheit“, man nennt es „Gemeinschaftsrichtlinien“. Doch es ist der älteste Versuch der Menschheitsgeschichte: Die Mächtigen wollen bestimmen, was die Wahrheit ist.

Wir haben es in den vergangenen Jahren schmerzhaft erlebt, wie schnell Kritik diskreditiert und als falsch abgestempelt wurde, nur weil sie dem Herrschaftswissen widersprach. Und wenn die Opposition im Geiste mundtot gemacht ist, erübrigt sich für die Regierenden jeder Kampf um das Argument. Wo kein Widerspruch mehr erlaubt ist, stirbt die Freiheit. Wo christliche Werte als „störend“ weggefiltert werden, verliert die Gesellschaft ihr Fundament.

Doch Jesus gibt den Pharisäern – und damit den Torwächtern aller Zeiten – eine Antwort, die uns heute als brennendes Mahnmal dienen muss:

„Ich sage euch: Wenn diese schweigen, werden die Steine schreien.“

3. Die Wahrheit lässt sich nicht einsperren

Was bedeutet das für uns im Jahr 2026?

Es bedeutet: Die Wahrheit, Gottes Wort und der menschliche Drang nach Freiheit sind elementare Urgewalten. Sie lassen sich nicht in den Code eines Silicon-Valley-Konzerns einsperren. Sie lassen sich nicht durch Sperren auf TikTok oder Blockaden in der KI aus der Welt schaffen.

Wenn die Kanäle der Mächtigen verstopft sind, wenn die großen Plattformen schweigen, dann sucht sich die Wahrheit neue, unerwartete Wege. Dann bricht sie sich Bahn durch das Unscheinbare. Die „Steine“, das sind die Orte und die Menschen, die man eigentlich schon abgeschrieben hat.

  • Es ist das mutige Wort im Alltag.
  • Es ist der gedruckte Zettel, der von Hand zu Hand geht.
  • Es ist die Gemeinschaft auf der Straße, von Angesicht zu Angesicht, wo kein Algorithmus der Welt den Ton abdrehen kann.

Wenn die Institutionen, die eigentlich dem Volk und der Wahrheit dienen sollten, zu sterilen Kulissen des Postenschachs verkommen, dann schlägt die Stunde der Zivilgesellschaft. Dann schlägt die Stunde der Gläubigen, die sich nicht an den Konformismus dieser Welt verkaufen.

Schluss: Geht hinaus und redet!

Liebe Brüder und Schwestern, lasst euch nicht einreden, dass euer Zeugnis, dass eure christlichen Werte und eure berechtigte Kritik nicht mehr gefragt sind. Das Gegenteil ist der Fall: Die Welt hungert nach Echtheit, nach Kanten, nach Wahrheit in einer Wüste aus glattgestrichenen Lügen.

Wir müssen nicht darauf warten, dass die KIs oder die Großkonzerne uns die Erlaubnis erteilen, zu sprechen. Unsere Erlaubnis, unsere Berufung, haben wir von höherer Stelle.

Wenn sie uns im Virtuellen sperren, dann lasst uns im Realen umso lauter sein. Geht hinaus auf die Plätze, geht zu den Menschen. Seid keine stummen Zuschauer einer sterbenden Debattenkultur. Denn wenn wir schweigen, laden wir eine schwere Schuld auf uns – und die Steine werden an unserer Stelle schreien müssen.

Lasst uns die Stimmen der Wahrheit, des Glaubens und der echten Freiheit sein. Heute, auf der Straße, und alle Tage unseres Lebens.

Amen.

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Was erwartete Judas?

Da gibt es so Stellen in der Bibel, bei denen ich mir wirklich schwer tue, mich in die Personen zu versetzen. So eine Stelle ist Matthäus 26 die Verse 1 bis 14. Die Stelle also, an der Judas Jesus erst verrät, Pilatus ihn dann zum Tode verurteilen soll. Und Judas hingeht und sich erhängt.


Sich erhängt, weil man Jesus kreuzigen will.

Dabei ist doch er die Ursache. Und da beginne ich mich immer zu fragen: Seltsam, was hatte Judas eigentlich wirklich geplant. Was hätte er erwartet was passiert?

Denn: Das die Hohepriester Jesus den Tod voraus gesagt hatte, dass hat Jesus seinen Jüngern dreimal erklärt. Und Judas war immer mit dabei.

Und das die Römer sich nicht gegen die Hohepriester stellen werden, das war auch klar.

Nun, ich hätte verstanden, wenn Judas entrüstet gespielt hätte. Oder aber gemeint hätte: Das sah ich als notwendig an. Was ich nicht verstehe: Warum er hingeht und sich erhängt?

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Jachwe – Unser Portrait: Ein christlicher Philosoph, Musiker & Buchautor

Von unserer Redaktion

In einer Welt, die sich oft in den Details des Alltags verliert, braucht es Stimmen, die den Blick auf das Fundament lenken. Worte, die nicht nur den Verstand fordern, sondern die Seele berühren. Wenn man auf das Schaffen von Hans-Georg Peitl blickt, erkennt man schnell, dass hier drei Ströme in einem großen Fluss zusammenlaufen: die Tiefe der christlichen Philosophie, das geschriebene Wort des Buchautors und die verbindende Kraft der Musik.

Es ist ein Dreiklang, der getragen wird von einem tiefen Glauben und dem unermüdlichen Auftrag, den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen.

Die christliche Philosophie: Dem Sinn auf der Spur

Philosophie bedeutet im ursprünglichen Sinne die „Liebe zur Weisheit“. Für einen christlichen Philosophen ist diese Weisheit jedoch kein abstraktes Gedankengebäude, sondern in der göttlichen Schöpfung und der Nächstenliebe verwurzelt. Hier geht es um die großen Fragen des Seins: Wie begegnen wir der Einsamkeit? Wie stiften wir Gemeinschaft in einer zersplitterten Gesellschaft? Seine philosophische Arbeit ist kein Elfenbeinturm, sondern ein Fundament für das praktische Handeln – ein Kompass, der Orientierung in stürmischen Zeiten bietet.

Der Buchautor: Gedanken, die bleiben

Was in der philosophischen Betrachtung reift, findet in seinen Büchern eine bleibende Form. Als Buchautor versteht er es, komplexe theologische und gesellschaftliche Zusammenhänge so zu Papier zu bringen, dass sie die Menschen im Herzen erreichen. Seine Schriften sind Einladungen zum Innehalten, zum Nachdenken und zum Dialog. Sie schlagen die Brücke zwischen dem ewigen Wort des Glaubens und den Herausforderungen der Gegenwart. Jedes Kapitel ist ein Plädoyer für die Würde des Einzelnen und die Verantwortung, die wir füreinander tragen.

Der Musiker: Der Klang, der die Seele erreicht

Doch manche Wahrheiten sind so tief, dass Worte allein sie kaum fassen können. Dort, wo die Sprache an ihre Grenzen stößt, beginnt die Musik. Mit einer beeindruckenden kreativen Schaffenskraft nutzt er Melodien und Klänge als direktes Medium der Verkündigung und des Trostes. Musik ist für ihn keine bloße Unterhaltung, sondern ein Gebet, ein Ausdruck von Hoffnung und ein kraftvolles Werkzeug gegen die Isolation. Die Lieder transportieren die christliche Botschaft direkt in den Alltag der Menschen – hörbar, spürbar und verbindend.

Fazit: Ein Schaffen im Dienst des Nächsten

Ob durch den geschriebenen Satz, den philosophischen Diskurs oder den nachhallenden Akkord – das Ziel bleibt immer dasselbe: Brücken zu bauen, Einsamkeit zu vertreiben und den Blick auf das zu lenken, was uns im Innersten zusammenhält. Ein vielseitiges Schaffen, das zeigt, wie lebendig und dynamisch christliche Kulturarbeit heute sein kann.

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Einfach bescheiden bleiben

Die Namen die im Himmel stehen. Die Jünger sind begeistert, als sie nach ihrer Aussendung wieder zu Jesus zurückkommen. Und sie erzählen es Jesus voller stolz. Ja die Dämonen haben ihnen gehorcht und sind aus den Menschen gewichen.

So können wir es im Lukasevangelium im Kapitel 10 in den Versen 17 bis 20 lesen.

Doch Jesus bremst deren Euphorie. Zwar gibt auch der bekannt, dass er den Teufel vom Himmel stürzen sah, etwas das wohl bedeutet, dass sich der Teufel bis zu diesem Zeitpunkt noch dort befand, aber er meint auch:


Man sollte sich nicht freuen, dass die Dämonen gefallen sind. Sondern das unsere Namen im Himmel stehen. Oder um es anders zu sagen: Das man Gott aufgefallen ist. Man seine Arbeit gut verrichtet hat.

Manch einer wäre stolz auf das was er geleistet hat. Andere und das empfiehlt Jesus sehen ihre Aufgabe darin einfach ihren Dienst für Gott zu tun. Bleiben bescheiden.

Was meinst Du dazu?


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