Das wichtigste Gebot: Warum Jesus zum „Vergehen“ stand

Ein Kommentar von Hans-Georg Peitl

Es ist ein echter Justiz-Krimi, der sich da im Markusevangelium (Kapitel 2, Verse 23–28) abspielt. Die Pharisäer werfen Jesus und seinen Jüngern einen glatten Gesetzesbruch vor: Sie haben am Sabbat Ähren gepflückt. Zur damaligen Zeit war das kein Kavaliersdelikt oder eine reine „Glaubensfrage“ – die göttlichen Gesetze waren das geltende Strafrecht.

Und wie reagiert Jesus? Überraschend. Er streitet das Vergehen gar nicht ab. Er baut keine juristische Verteidigungslinie auf, sondern sagt sinngemäß: „Stimmt. Es war illegal. Aber König David hat damals auch illegal gehandelt, als er das Schaubrot aus dem Tempel stahl, weil er Hunger hatte.“

Auf den ersten Blick wirkt das wie das Argument eines ertappten Einbrechers, der sagt: „Ja, ich habe geklaut, aber mein Nachbar ist schließlich Bankräuber!“ Doch hinter dieser scheinbaren Provokation steckt eine revolutionäre Rechtsphilosophie.

Der Sinn des Gesetzes schlägt den Buchstaben

Jesus entlarvt damit die Bürokratisierung des Glaubens. Er zeigt, dass die 10 Gebote und all die detaillierten Erklärungen kein Selbstzweck sind. Sie sind keine starren Schranken, die den Menschen im Stich lassen, wenn er Hilfe oder Nahrung braucht.

Für Jesus sind die Gesetze Beispiele und Richtlinien dafür, wie Nächstenliebe in der Praxis aussieht. Wenn das Gesetz aber so ausgelegt wird, dass es dem Menschen schadet, verliert es seine göttliche Berechtigung. Oder wie er es selbst zusammenfasst: „Der Sabbat ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat.“

Das radikale Fazit: Die Liebe zu Gott und zum Nächsten steht über jedem Paragraphen. Sie ist das Fundament, das alle anderen Regeln im Zweifelsfall überschreibt.

Was meinst Du?

War Jesus aus heutiger Sicht ein digitaler oder gesellschaftlicher „Rebell“, der den Geist über die Bürokratie stellte? Oder öffnet diese Auslegung Willkür Tür und Tor?

Erzähl es uns in den Kommentaren!

Veröffentlicht unter Begrüssung | Kommentare deaktiviert für Das wichtigste Gebot: Warum Jesus zum „Vergehen“ stand

Christenverfolgung in den Sozialen Medien

Man hat uns, die Living hands und damit Radio Roshen bei TikTok gebannt. Und es auf eine Markenschutzverletzung geschoben obwohl gar keine Marke existiert. Außer man betrachtet die Living hands, die Familienorientierte christliche Urgemeinde als eine Marke. Und dazu bin ich als Seniorpastor nicht bereit.

Die Marke für die wir agieren heißt Jesus Christus.

Man hat uns allerdings glaube ich auch nicht aus diesem Grund gebannt. Sondern weil unsere Glaubengemeinschaft im Mittelpunkt des christlichen Glaubens nicht die Kreuzbotschaft sondern das Reich Gottes sieht. Jesus als Messias anstatt als Hauptgott sieht. Und auch nicht glaubt, dass Jesus die Welt geschaffen hat, sondern Gott Vater.

Daran glauben, dass der Teufel, der Fürst dieser Welt und Gott dieser Welt besiegt ist und Jesus seien Funktionen übernommen hat.

Und weil wir das was in der Bibel steht glauben, darum scheint uns TikTok gebannt zu haben. Wo kämen wir hin, wenn man einfach nur die Bibel lehren würde. Die in unserem Glauben einfach zu hundert Prozent True ist.

Und daher werden wir mit der Entscheidung von TikTok wohl leben müssen. Dann wenn man wirklich die Frohe Botschaft des Reich Gottes bringt, einer Welt voller Nächstenliebe, dann muss man damit rechnen, gebannt zu werden.

Was meinst Du?

Erzähl es uns in den Kommentaren.

Veröffentlicht unter Begrüssung | Kommentare deaktiviert für Christenverfolgung in den Sozialen Medien

Die paradoxe Wahl der Jünger

Die Auswahl der Jünger. Eigentlich kann man ja überrascht sein, wenn man im Markusevangelium im Kapitel 3 in den Versen 13 bis 19 ließt, dass Jesus diese 12 aus einer größeren Gruppe von Menschen ausgewählt hat.

Denn es ist überraschend, dass Jesus ausgerechnet diejenigen gewählt hat.

Nicht einer der dann bis zum Tod ihn begleitet. 12 Jünger, von denen 10 davonlaufen, einer ihn soga verleugnet und noch ein anderer ihn verrät.

Und dann will uns die Kirche gleichzeitig erzählen, dass Jesus allwissend gewesen wäre. Sprich:

Er absichtlich die wahrscheinlich schlechtesten Jünger ausgewahlt hat.

Und das kann ich mir eigentlich beinahe nicht vorstellen.

Was meinst Du?


Erzähl es uns in den Kommentaren.

Veröffentlicht unter Begrüssung | Kommentare deaktiviert für Die paradoxe Wahl der Jünger

Der Auftrag Jesu

Es ist immer wieder überraschend, wenn wir Brüdern und Schwestern des christlichen Glaubens zuhören und diese oft nur von Kreuz und Auferstehung erzählen.

Zwei Dinge, die zwar wesentlich sind, jedoch oftmals nur teilweise betrachtet werden. Während das Kreuz sehr real ist und Jesu Rolle als König der Juden sichtbar macht, berichtet die Apostelgeschichte davon, dass Gott Vater Jesus von den Toten auferweckt habe. Es scheint sich daher ähnlich wie bei Lazarus abgespielt zu haben.

1Kor 1,18:

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.

Doch die Botschaft, welche Jesus seinen Jüngern mitgab, war noch umfassender.

Geht hinaus in alle Welt.
Verkündet das Evangelium allen Völkern.
Heilt die Kranken.
Treibt Geister aus.
Und berichtet den Menschen vom Reich Gottes.

Mt 6,33:

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Und ebenso schreibt Paulus:

Kol 3,2:

Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Die Botschaft darüber, was wir lehren und leben sollen, scheint also klar zu sein. Paulus weist darauf hin, dass die Botschaft vom Kreuz für viele Menschen töricht erscheint. Doch Jesus selbst gab seinen Jüngern zusätzlich den Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden, den Menschen zu dienen und Gottes Wirken sichtbar werden zu lassen.

Vielleicht sollten wir daher nicht nur über Kreuz und Auferstehung sprechen, sondern auch darüber, wie Gottes Reich bereits heute unter uns sichtbar werden kann.

Was meint Ihr?

Erzählt es uns in den Kommentaren.

Veröffentlicht unter Begrüssung | Kommentare deaktiviert für Der Auftrag Jesu

War Jesus König der Juden?

Es gibt stellen, die uns klar davon berichten, dass Josef aus dem Haus und Geschlecht Davids war. Seine Frau Maria von den Töchtern Aarons. Und das der Engel den Hirten mitteilt, dass Jesus im Haus Davids geboren wird.

Es gibt später stellen, in denen bestätigen Seine Jünger, dass er der Messias ist. Bestätigt die Frau am Jakobsbrunnen, dass er der Messias ist. Und das heißt auch nur „Gesalbter Herr“.

Das sind aber lauter stellen, in denen Jesus von seinen Freunden bestätigt bekommt der Messias zu sein. Anders verhält es sich im Johannesevangelium im Kapitel 19 in den Versen 17 bis 19. Dort bestätigt Pilatus, derjenige also der Jesus zum Tode verurteilte, dass Jesus der König der Juden wäre. Und nachdem sich der Hohe Rat aufregt, entscheidet er Farbe zu bekennen.

Meint: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.

Und das ist für ihn nicht ganz ungefährlich. Denn: Was wäre passiert, wenn die Juden sich an den Kaiser in Rom gewandt hätten und gemeint hätten, dass Pilatus nicht länger Herodes sondern Jesus für den König hält.

Was meinst Du?

Veröffentlicht unter Begrüssung | Kommentare deaktiviert für War Jesus König der Juden?

DAS REICH GOTTES

Heute wurde ich gefragt:
„Warum ist dir das Reich Gottes eigentlich immer so wichtig?“

Und ich habe geantwortet:
Weil genau das das Hauptthema Jesu war.

Oft hört man dann:
„Nein, Jesus predigte die zwei Gebote.“
Oder:
„Jesus predigte das Kreuz.“
Oder vieles andere.

Doch schauen wir einmal direkt in die Bibel.

Im Lukasevangelium Kapitel 9, Verse 1 bis 6, sendet Jesus seine Jünger aus.

Dort erklärt er:

  • wie sie sich verhalten sollen,
  • was sie mitnehmen sollen,
  • wie sie auf Ablehnung reagieren sollen
  • und vor allem:
    was sie predigen sollen.

Und dann lesen wir in Lukas 9, Vers 2:

„Und sandte sie aus, das Reich Gottes zu predigen und die Kranken zu heilen.“

Genau deshalb ist das Reich Gottes für mich zu einem Hauptthema geworden.

Denn wenn Jesus seine Jünger aussendet und ihnen sagt, sie sollen das Reich Gottes predigen, dann zeigt uns das sehr deutlich:
Das Reich Gottes war kein Nebenthema.
Es war Zentrum seiner Verkündigung.

Natürlich gehören auch Liebe, Kreuz, Vergebung und Nachfolge dazu.
Aber all das steht innerhalb dieser großen Botschaft:
Gottes Reich kommt.
Gottes Herrschaft soll sichtbar werden.
Gottes Wille soll unter den Menschen geschehen.

Und deshalb bleibt die Frage spannend:

War das Reich Gottes vielleicht tatsächlich das zentrale Thema der Predigt Jesu?

Was meinst Du?

Erzähl es uns in den Kommentaren.

Veröffentlicht unter Begrüssung | Kommentare deaktiviert für DAS REICH GOTTES

Der Weg des Paulus zum Wirtschaftssystem

Paulus Frau macht in wirtschaftstauglich. Der Hauptgrund warum die meisten Menschen im 1.Korinther im Kapitel 9 dagegen sind, dass sich Paulus eine Frau sucht, ist:

Das Paulus sich nicht nur eine Frau sucht, sondern auch erstmalig meint, dass er beim Predigen etwas verdienen muss.

Und einmal ehrlich: Das dies jemand muss verstehen die Meisten bis heute nicht.

Kirchensteuer ist durchwegs verpönt. Und ganz ehrlich, auch ich bin nicht dafür Zangsgelder einzuheben.


Ich bin aber auch dagegen, dass man sich darüber beschwert, dass Glaubensgemeinschaften Spenden bekommen. Denn: Ich bin ein Gegner der Sklaverei.

Und diejenigen die sich darüber aufregen, dass Musikteams so wie wir oder Freikirchen Spenden lukrieren, scheinen ausgesprochen für die Sklaverei zu sein. Wollen diese sogar Gott vorschlagen.

Ja, der Prediger soll Arbeit leisten und diese nicht entlohnt erhalten.

Und zwar nicht weil die Bibel dies vorschlägt, sondern weil der Teufel weiß, dass sich es dann unter diesen Umständen niemand leisten kann, diese Arbeit zu verrichten.

Manchmal also hilft es, wenn man logisch darüber nachdenkt, was wirklich gefordert wird. Selbst wenn es unentlohnte Arbeit ist.

Was meinst Du?

Schreib es in die Kommentare.

Veröffentlicht unter Begrüssung | Kommentare deaktiviert für Der Weg des Paulus zum Wirtschaftssystem