Die Geschichte unserer Obdachlosenarbeit

von Hans-Georg Peitl

Deutsch

Gestern hat mich jemand gefragt, warum ich mich eigentlich weiter für Obdachlose einsetze.
Meine Antwort war klar: Weil ich von 1998 bis 2006 selbst obdachlos war.

Als ich und meine Frau uns 2006 kennenlernten, saß ich im Obdachlosenheim in der Gänsbachergasse, sie lebte im Asylwerberheim in der Quellenstraße. Schließlich zog ich zu ihr ins Flüchtlingsheim. Gott sei Dank war es privat geführt – sonst hätte man uns das wohl nicht erlaubt.

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Die Frage nach dem Messias

Deutsch

Auch wenn Johannes der Täufer im Johannesevangelium, Kapitel 1, Verse 19 und 20, klar bekennt, nicht der Messias zu sein, so ist diese Anfrage doch überraschend.
Überraschend deshalb, weil man erkennt, dass die Pharisäer offenbar ernsthaft erwogen, Johannes könne der Messias sein. Man wartete auf den Messias.

Johannes 1,19–20:
„Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden zu ihm sandten aus Jerusalem Priester und Leviten, dass sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus.“

Umso erstaunlicher ist es, wie man dann mit Jesus umging – mit dem Mann, der unmissverständlich bekannte: Ich bin der Messias.

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Ist Jesus schon zurück?

🇩🇪 Deutsch

Stephanus sah den Himmel offen und Jesus zur Rechten Gottes stehen (Apg 7,55–56).
Paulus bezeugt später: „Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen?“ (1Kor 9,1).
Immer wieder in der Geschichte gibt es Menschen, die Jesus begegnen.

Bedeutet das, dass Jesus schon zurück ist?
Ja – für die Glaubenden ist er schon da.
Nein – die endgültige Wiederkunft, die alle Welt sehen wird, steht noch bevor.

So leben wir in der Spannung: Jesus ist schon gegenwärtig und er wird noch kommen.

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Kein Platz, wo das Haupt ruhen kann

Jesus sagt: „Die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.“ (Lk 9,58)

Ich habe diesen Satz in meinem Leben ganz real verstanden. Es gab Zeiten, da war ich gleichzeitig obdachlos und Unternehmer. Damals, als meine erste Frau fremdging, packte ich meinen Koffer und ging.

Ich hatte keinen sicheren Platz, kein Dach über dem Kopf – und trotzdem den Mut, in einem Keller ein kleines christliches Café aufzubauen. Ein Keller, den ich günstig mieten konnte – nicht wissend, dass er auch von einer serbisch-bangladeschischen Gemeinde genutzt wurde. So entstand ein christliches Café mitten in einer Moschee.

Dort schlief ich, nutzte das Wasser der Muslime zum Waschen. Ich erlebte, wie die Afrikaner, die mir beim Ausbau des Rohbaus halfen, mit den Muslimen zu streiten begannen – darüber, ob man nun die Schuhe ausziehen müsse oder nicht.

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Wir können Wunder wirken

Es ist überraschend, liebe Freunde, wenn uns die Kirchen meistens nicht erzählen, dass es der Heilige Geist war, der durch Jesus wirkte.
Bei seiner Taufe kam der Heilige Geist auf Jesus, und Johannes der Täufer hat diesen gesehen.

Und das Lukasevangelium erzählt uns im Kapitel 4:

Lukas 4,14–15
Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa; und die Kunde von ihm erscholl durch das ganze umliegende Land.
Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von jedermann gepriesen.

Es war also der Geist, der Jesus mit seinen Fähigkeiten ausstattete.

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Die Salbung in Bethanien

Johannes 12, 1 Sechs Tage vor dem Passafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den Jesus auferweckt hatte von den Toten. 2 Dort machten sie ihm ein Mahl, und Marta diente bei Tisch; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. 3 Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls. 4 Da sprach einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn hernach verriet: 5 Warum wurde dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft und das Geld den Armen gegeben? 6 Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen lag, sondern er war ein Dieb; er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben wurde.

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Über die körperliche Auferstehung!

„Der Auferstandene isst mit den Jüngern – Zeichen seiner wirklichen leiblichen Gegenwart (Lukas 24,42–43).“

Es ist überraschend, liebe Freunde, wenn wir im Lukasevangelium im Kapitel 24 in den Versen 36 bis 43 lesen, dass Jesus bei der Begegnung mit den Jüngern aß. Weil die Grundbedingung, dass jemand essen kann die ist, dass er auch körperlich existiert.

Lukas 24,36 Als sie aber davon redeten, trat er selbst mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! 37 Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. 38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? 39 Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe. 40 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und Füße. 41 Da sie es aber noch nicht glauben konnten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? 42 Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. 43 Und er nahm’s und aß vor ihnen. 

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