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Eigentlich ist es ja nicht überraschend, liebe Freunde, dass sich Paulus aus der Gefangenschaft an seine Gemeinde wenden will, sondern vielmehr, dass die Römer kein Problem damit haben, den Brief hinausgehen zu lassen und ihn an die Gemeinde in Philippi zuzustellen.
Philipper 1,12–17
12 Ich will, dass ihr wisst, Brüder und Schwestern: Das, was mit mir geschehen ist, hat vielmehr dazu geführt, dass das Evangelium sich weiter ausbreitet.
13 Meine Fesseln für Christus sind im ganzen Prätorium und bei allen übrigen offenbar geworden.
14 Und die meisten der Brüder und Schwestern im Herrn haben durch meine Fesseln Vertrauen gewonnen und wagen nun umso mehr, das Wort furchtlos zu verkünden.
15 Einige predigen Christus zwar aus Neid und Rivalität, andere aber in guter Absicht.
16 Diese handeln aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums eingesetzt bin.
17 Jene verkünden Christus jedoch aus Eigennutz und nicht lauter; sie wollen mir in meiner Gefangenschaft noch zusätzliche Not bereiten.
Das lässt es fragwürdig erscheinen, ob Paulus wirklich wegen seines Glaubens in Gefangenschaft war. Denn wenn die Römer ihn wegen seines Glaubens einsperrten, warum unterstützen sie gleichzeitig seine Verkündigung, indem sie seine Briefe hinausgehen lassen?
So wird die Gemeinde weiter aufgebaut, während man Paulus angeblich gerade deshalb eingesperrt hat.
Die Rolle der Gefangenschaft des Paulus ist daher unklar.
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