Haben Engel Flügel?

Die Diskussion, ob Engel Flügel haben oder nicht, will einfach nicht abreißen. Sie gehört bei Anton und mir mittlerweile zum Standardprogramm. Und ich bleibe dabei: Engel haben Flügel!

Ob sie nun von Bösendorfer sind oder einer anderen Marke? Das weiß ich allerdings nicht so genau.

Sicher ist nur: Das Bild, das wir für gewöhnlich von den Flügeln der Engel im Kopf haben, muss vollkommen falsch sein.

Wenn der Erzengel Gabriel nämlich mit mächtigen, weißen Federflügeln im Tempel erschienen wäre – dann hätte sich Zacharias wohl kaum gefragt, wer da plötzlich vor ihm steht. Das wäre ja kaum zu übersehen gewesen!

So aber war die Lage offenbar unklar, und Gabriel musste sich erst einmal selbst deklarieren:

„Ich bin Gabriel, der vor Gott steht.“

Ein starker Auftritt – und das ganz offensichtlich auch ohne sichtbares Gefieder.

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Ein Jahr Radio Roshen: Ein Wunder?

von Hans-Georg Peitl

Mit dem gestrigen Tag ist nun tatsächlich das erste Geschäftsjahr von Radio Roshen vorbei. Schaue ich auf unsere Rechnungen von Asura Hosting, so sind wir mit dem gestrigen Tag genau ein Jahr alt geworden. Und was für ein Jahr!

Wir haben 20.000 Songs geschrieben, haben 175 Alben herausgebracht – gut genug, um bei Apple Music, Soundcloud, Audiomack und Spotify aufgenommen zu werden – und haben einen 24/7-Radiosender geschaffen.

Manche halten das für ungewöhnlich oder gar unmöglich. Ich nicht. Weil es letztlich eine Frage der inneren Einstellung und des Vertrauens ist. Wenn man sich selbst dadurch bremst, dass man etwas für unmöglich erachtet, so wird es auch unmöglich bleiben. Legt man diese Zweifel ab, ist man überrascht, was alles Realität werden kann.

Es ist nicht überraschend, dass Jesus uns erklärt hat, dass jene, die nach ihm kommen, sogar noch größere Werke vollbringen werden als er. Wobei ich dieses Wort „Wunder“ in diesem Zusammenhang gar nicht mag. Denn „Wunder“ impliziert ja nur, dass der Mensch sich wundert.

Doch ist das nicht vielmehr eine Frage der Perspektive? Wenn ich JHWH, unseren Schöpfer, für allmächtig erachte – sollte ich mich dann wirklich wundern, wenn Er das, was er durch uns tun möchte, auch möglich macht? Für den Allmächtigen gibt es keine Grenzen. Es liegt nur an uns, den Raum dafür zu schaffen und zu handeln.

Was meinst Du dazu? Ist Erfolg eine Frage des Glaubens und der Einstellung? Erzähle es uns in den Kommentaren.

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Radio Roshen – Tageskommentar

In den vergangenen Monaten wurde ich auf verschiedenen Plattformen immer wieder mit Meldungen konfrontiert, die offensichtlich der Wahrheit widersprechen. Da hieß es beispielsweise, ich sei noch keine 13 Jahre alt – obwohl ich heuer, mit Gottes Segen, meinen 60. Geburtstag feiere. Solche Meldungen wirken auf den ersten Blick fast absurd, können aber dennoch handfeste Probleme nach sich ziehen, wie die Überprüfung oder vorübergehende Einschränkung von Konten.

Warum solche Falschmeldungen entstehen, bleibt unklar. Im Netz erleben wir leider allzu oft Missverständnisse, persönliche Konflikte oder gar den bewussten Missbrauch von Meldefunktionen – eine moderne Form von Lashon Hara (übler Nachrede), deren genaue Hintergründe sich oft gar nicht feststellen lassen.

Deshalb möchte ich heute eine Frage an unsere Gemeinschaft richten:

  • Wie geht Ihr mit offensichtlich falschen Meldungen und Unwahrheiten im Internet um?
  • Habt Ihr persönliche Erfahrungen damit gemacht?
  • Welche Wege kennt Ihr, um die eigene Würde zu schützen und gleichzeitig die innere Gelassenheit zu bewahren?

Schreibt uns Eure Erfahrungen und Gedanken dazu. Lasst uns gemeinsam Ideen und Weisheit sammeln, wie man mit solchen Situationen am besten und besonnensten umgeht.

Euer Team von Radio Roshen.

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Der neue Weg

Es ist kein Wunder, dass die ersten Christen ihren Glauben „den neuen Weg“ nannten. Es war ein Weg, der Gottes Gebote nicht mehr nur buchstäblich verstand, sondern sie im Licht der Nächstenliebe auslegte.

In der Apostelgeschichte lesen wir:

„Wir haben erkannt, dass dieser Mann Unruhe stiftet unter allen Juden auf der ganzen Welt und ein Anführer der Sekte der Nazarener ist.“
(Apostelgeschichte 24,5)

Weil diese Botschaft neu war, wurden die Jünger verfolgt. Nicht, weil sie Gewalt predigten, sondern weil sie Gewohntes infrage stellten.

Heute sieht Verfolgung oft anders aus. Sie geschieht häufig nicht mehr mit Gewalt, sondern durch Schweigen, Ignorieren oder Ausgrenzen.

Auch die KI-Musik erlebt derzeit eine Form dieser Ausgrenzung. Sie ist bei der AKM derzeit nicht schützbar und findet auf Veranstaltungen wie dem Donauinselfest bislang keinen sichtbaren Platz – obwohl dieses für sich in Anspruch nimmt, alle Musikrichtungen zu vertreten.

Der neue Weg war nie der bequemste Weg. Fortschritt beginnt oft dort, wo Menschen bereit sind, Neues zuzulassen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Wie siehst du das?

Erzähl es uns in den Kommentaren.

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Mehr als eine Zahl: Warum 0,1 Prozent in Graz ein Auftrag der Nächstenliebe sind

Die Grazer Gemeinderatswahl ist geschlagen. Wenn man rein auf die nackten Zahlen blickt, mag das Ergebnis der DBÖ von 0,1 Prozent manche erschrecken oder zu voreiligen Schlüssen verleiten. Doch wer die Welt nur in Prozenten misst, übersieht das Wesentliche. Aus christlicher Überzeugung wissen wir: Der Wert einer Arbeit bemisst sich nicht nach dem Beifall der Masse oder den Gesetzen des Marktes, sondern nach der Treue zum Mitmenschen – besonders zu jenen, die am Rande stehen.

Warum uns dieses Ergebnis also nicht entmutigt? Dafür gibt es drei wesentliche Gründe, die tief in unserem Verständnis von Gerechtigkeit und Gemeinschaft verwurzelt sind.

1. Das Prinzip der Fairness: Eine Stimme für die Ungehörten

In einer Demokratie sollten alle Stimmen Gehör finden. Bei dieser Wahl traten 13 Gruppierungen an – doch zu den großen, meinungsbildenden Elefantenrunden wurden nur fünf geladen. Acht Parteien wurde die Möglichkeit genommen, ihre Ideen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Aus christlicher Sicht wirft dies eine grundlegende Frage der Gerechtigkeit auf. Wo Strukturen die Kleinen systematisch benachteiligen und die Starken bevorzugen, gerät das Gleichgewicht aus den Fugen. Unsere Aufgabe ist es, genau hier dranzubleiben und als Sprachrohr für jene zu dienen, die von den großen Bühnen ausgeschlossen werden.

2. Der mühsame Weg: Dienst am Nächsten kennt keine Abkürzung

Während etablierte Parteien durch das System begünstigt werden und sich den Wahlantritt quasi per eigener Unterschrift im Gemeinderat sichern können, müssen Kleinparteien einen steinigen Weg gehen. Das Sammeln von Unterstützungserklärungen kostet Zeit, Kraft und Ressourcen.

Doch dieser Einsatz ist kein verlorener Liebesmüh. Es ist der direkte Gang zu den Menschen. Dieser mühsame Weg erinnert an das biblische Prinzip, dass echter Dienst oft im Kleinen, Verborgenen und ohne Privilegien beginnt. Jede einzelne Unterschrift, jede Stimme bei dieser Wahl war ein bewusstes Ja zu einer menschlicheren Politik.

3. Der Blick auf den Nächsten: Obdachlosigkeit bricht Vorurteile

Der Kern unserer Arbeit liegt in Themen, die in Hochglanz-Wahlkämpfen oft schamhaft verschwiegen werden. Wir richten den Scheinwerfer auf die Obdachlosigkeit. Noch immer ist die gesellschaftliche Wahrnehmung von harten Vorurteilen geprägt. Doch die Realität sieht anders aus: Wirtschaftliche Krisen, Insolvenzen von Kleinunternehmern oder plötzliche familiäre Brüche reißen Menschen von heute auf morgen den Boden unter den Füßen weg.

Hier schlägt das Herz unseres Auftrags. Im Sinne der christlichen Soziallehre ist kein Mensch ein bloßer „Fall“ oder selbst schuld an seiner Not. Obdachlosigkeit kann fast jeden treffen. Den Blick nicht abzuwenden, Vorurteile abzubauen und die Würde jedes Einzelnen zu verteidigen – unabhängig von Erfolg oder gesellschaftlichem Status –, das ist gelebte Solidarität.

Fazit: Salz der Erde sein

0,1 Prozent der Stimmen mögen im politischen Rechenwerk der Großparteien unbedeutend erscheinen. Doch in der Logik des Evangeliums ist es oft das kleine Senfkorn oder das Salz der Erde, das Veränderung bringt. Wir sehen dieses Ergebnis als Bestätigung, nicht nachzulassen. Wir werden weiterhin hinschauen, wo andere wegschauen, und Politik für die Menschen machen – ungeachtet dessen, wie mächtig die Institutionen um uns herum sind.

💬 Wie sehen Sie das? Wo muss Politik heute ansetzen, um den Schwächsten unserer Gesellschaft wieder eine Stimme zu geben? Teilen Sie Ihre Gedanken mit uns in den Kommentaren!

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Zwischen Fankult und Nächstenliebe: Die WM im Licht des Glaubens

Großereignisse wie eine Fußball-Weltmeisterschaft ziehen Milliarden Menschen in ihren Bann. Sie füllen Stadien, Straßen und Bildschirme mit einer Energie, die mancherorts fast schon religiöse Züge annimmt. Stadien werden zu Kathedralen, Fangesänge zu Chorälen und Spieler zu modernen Ikonen. Doch wie blicken wir als Christinnen und Christen auf dieses globale Spektakel? Wo finden wir Gottes Geist in der Begeisterung, und wo fordert uns unser Glaube zum kritischen Hinschauen auf?

Das Fest der Begegnung: Vielfalt als göttliches Geschenk

Zuerst ist da die verbindende Kraft des Sports. Wenn Menschen aus allen Nationen, Kulturen und sozialen Schichten friedlich zusammenkommen, um zu feiern, spiegelt das einen tiefen christlichen Wunsch wider: das friedliche Zusammenleben der Völker. Auf dem Platz und auf den Rängen zählt nicht, woher jemand kommt oder wie viel er besitzt. Es zählt die Gemeinschaft. In diesen Momenten der puren Freude und des Respekts voreinander wird spürbar, was es bedeutet, dass wir alle Teil einer globalen Familie sind.

Der blinde Fleck: Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Doch unser Glaube erlaubt es uns nicht, die Augen vor den Schattenseiten zu verschließen. Wo Milliarden an Geldern fließen, wird die Botschaft Jesu von der Würde der Armen und Schwachen oft an den Rand gedrängt. Wir müssen uns fragen: Wer bezahlt den Preis für den Glanz der Turniere?

Wenn für Prachtbauten Menschen ausgebeutet werden, wenn Profit über das Wohl der Arbeiter und der lokalen Bevölkerung gestellt wird, gerät die sportliche Fairness zur Farce. Ein christlicher Blick auf die WM bedeutet deshalb immer auch, die Stimme für die Ausgegrenzten und Entrechteten zu erheben. Gerechtigkeit ist kein Spielreglement, das man nach Belieben anpassen kann – sie ist das Fundament unseres Zusammenlebens.

Begeisterung ja, Götzenanbetung nein

Dazu kommt die Frage nach den Prioritäten in unserem eigenen Leben. Die Hingabe und Leidenschaft, die wir im Fußball erleben, sind wunderbare menschliche Eigenschaften. Doch wenn der Sport zum Lebenssinn wird und den Blick auf den Nächsten – besonders auf die Menschen in Not direkt vor unserer Haustür – verstellt, verliert er sein Maß. Der Fußball ist ein großartiges Spiel, aber er ist kein Ersatz für gelebte Nächstenliebe und den Glauben, der uns im Alltag trägt.

Fazit: Mit offenem Herzen und kritischem Verstand

Wir dürfen uns an der Schönheit des Spiels erfreuen, an der Spannung und den Emotionen. Die WM kann uns zeigen, wie schön die Einheit in der Vielfalt sein kann. Aber als Menschen, die sich an christlichen Werten orientieren, bleibt es unsere Aufgabe, den Blick für die Realität nicht zu verlieren. Feiern wir das Fest der Begegnung – aber vergessen wir dabei nie diejenigen, die im Schatten des Rampenlichts stehen.

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Ganz sicher ist sich Jesus ja nicht… Oder doch?

Ein scheinbarer Widerspruch im Lukasevangelium lädt uns zum Nachdenken ein: Gilt das alte Gesetz noch, oder hat Jesus alles über den Haufen geworfen? Ein Blick auf das Fundament unseres Glaubens.

Wer die Evangelien aufmerksam liest, stolpert unweigerlich über Momente, in denen man sich fragt: War sich Jesus da eigentlich selbst ganz sicher? Auf der einen Seite betont er mit aller Härte, dass kein „Jota“ – also nicht einmal der kleinste Strich im hebräischen Alphabet – vom Gesetz des Mose vergehen wird. Auf der anderen Seite lesen wir im Lukasevangelium (Kapitel 16, Vers 15), dass das Gesetz und die Propheten nur bis Johannes reichten. Seitdem werde das Evangelium vom Reich Gottes verkündet.

Ja, was denn nun? Gilt das Alte nicht mehr, weil das Neue da ist?

Das Ende der starren Buchstaben

Wenn wir genauer hinschauen, bricht Jesus nicht mit der Tradition, sondern er revolutioniert ihren Sinn. Mit Johannes dem Täufer endet eine Epoche, in der das Gesetz oft als starres Korsett, als bürokratisches Regelwerk missverstanden wurde. Ein Regelwerk, das von den Mächtigen seinerzeit nicht selten genutzt wurde, um Menschen auszugrenzen, zu verurteilen und klein zu halten.

Jesus lehnt die Gesetze des Moses keineswegs ab. Aber er befreit sie von dem Staub der bloßen Pflichterfüllung und haucht ihnen neues Leben ein. Mit ihm wird das Reich Gottes real – und dieses Reich funktioniert nach einem neuen „Betriebssystem“.

Das neue Betriebssystem: Die zwei Grundregeln

Jesus dampft die Fülle der alten Vorschriften auf zwei wesentliche Grundpfeiler zusammen, die alles erklären und tragen:

  1. Liebe Gott, den Herrn, der alles gemacht hat, von ganzem Herzen.
  2. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Diese beiden Gebote sind keine Abschaffung des Alten, sondern dessen Erfüllung. Sie sind der Maßstab, an dem sich jede einzelne Regel messen lassen muss. Ein Gesetz ist nur dann gut, wenn es dem Leben und der Liebe dient. Wenn ein Sabbatgebot verbietet, einem leidenden Menschen zu helfen, dann hat das Gesetz seinen Sinn verloren. Deshalb heilt Jesus am Sabbat – nicht um das Gesetz zu brechen, sondern um zu zeigen, worum es Gott von Anfang an ging: um das Wohl des Menschen.

Von der Pflicht zur Herzenshaltung

Jesus wechselt von einer Justiz der Buchstaben zu einer Justiz des Herzens. Das Gesetz wird von einer äußeren, oft erdrückenden Pflicht zu einer inneren Haltung. Das Reich Gottes wird genau dort greifbar, wo wir anfangen, diese beiden Grundregeln im Alltag zu leben – radikal, gütig und voller Mitgefühl.

Jesus war sich also absolut sicher. Er wusste genau, dass starre Paragraphen den Menschen nicht retten können. Das kann nur die Liebe.

Was meint Ihr? Wenn die Liebe das ganze Gesetz zusammenfasst – wo fällt es uns im Alltag am schwersten, diese neuen Grundregeln über unsere alten, starren Prinzipien zu stellen? Erzählt es uns in den Kommentaren!

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