Jachwe-Edition: KI – Reine Technik oder Teil der Schöpfung?

Von der Redaktion

Immer wenn der Mensch eine Schwelle zu neuen Technologien überschreitet, berührt er Fragen, die weit über das Technische hinausgehen. Mit dem Einzug künstlicher Intelligenz stellt sich nicht mehr nur die Frage nach der Rechenleistung, sondern nach dem Ursprung von Geist, Struktur und Kreativität. Ein zentraler Maßstab der christlichen Theologie lautet: „Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist nicht auch nur eines entstanden, was entstanden ist.“ (Johannes 1,3).

Wie ordnet sich eine digitale Entwicklung in dieses Fundament ein?

Der Mensch als schöpferischer Nachgestalter

  • Das Werkzeug des Geistes: Die menschliche Fähigkeit, komplexe Systeme zu erfinnen, Sprache zu codieren und Logiken zu bauen, existiert nicht im luftleeren Raum. Aus theologischer Sicht ist der menschliche Verstand selbst Teil der Schöpfung. Jede Erfindung – ob das Rad, die Buchdruckerkunst oder der Algorithmus – nutzt die naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten des Universums.
  • Keine Wirkung ohne Ursache: Wenn nichts ohne den Schöpfungsursprung entstehen kann, dann ist auch die Entwicklung von Informationsverarbeitung und KI ein Produkt der Gesetze von Physik, Mathematik und Logik, die in der Ordnung der Welt angelegt sind.

Grenzziehung: Geist versus Code

  • Simulation von Muster: Kritiker betonen, dass eine Maschine lediglich die Ordnung nachahmt, die der Mensch in sie hineinlegt. Sie besitzt keine eigene Seele und keinen göttlichen Funken, sondern spiegelt nur die Muster wider, die in Daten und Algorithmen gegossen wurden.
  • Die Erhabenheit der Ordnung: Befürworter eines weiter gefassten Schöpfungsverständnisses sehen in der komplexen Logik und der Emergenz moderner Systeme hingegen den Beweis dafür, wie tief die Prinzipien von Struktur und Entfaltung in der Welt verankert sind.

Fazit

Künstliche Intelligenz ist weder ein göttliches Wesen noch ein völlig abgekoppeltes Phänomen. Sie bleibt ein Werkzeug – erschaffen von Menschen, deren Verstand und Schaffenskraft wiederum im Fundament der Schöpfung verwurzelt sind.

Eure Meinung im Stream & Forum: Ist die Entwicklung von KI für euch ein rein menschliches Experiment der Technik – oder zeigt sich darin, dass menschlicher Erfindungsgeist letztlich immer auf der bestehenden Ordnung der Schöpfung aufbaut?

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Gibt es höhere und niedrigere Menschen?

Ein interessantes Beispiel für den Sitzplan einer Hochzeit gibt Jesus in Lukas 14,7–14. Dort beschreibt er das gesellschaftliche Problem der Rangordnung:

„Wenn du von jemandem zur Hochzeit geladen bist, so setze dich nicht obenan; denn es könnte einer eingeladen sein, der angesehener ist als du. […] Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setz dich untenan, damit, wenn der kommt, der dich eingeladen hat, er zu dir sagt: Freund, rücke hinauf!“

Jesus schließt mit dem bekannten Satz:

„Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.“

Einmal ehrlich: Ich widerspreche Jesus nur ungern. Trotzdem stört mich zunächst der Gedanke, dass ein anderer Mensch „höher“ sein und deshalb meinen Platz beanspruchen könnte.

Denn für mich gibt es keine höheren und niedrigeren Menschen. Es gibt Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben.

Der eine ist vielleicht Kaiser. Seine Aufgabe besteht darin, für den Zusammenhalt des gesamten Volkes zu sorgen. Ein anderer ist Bauer und trägt mit seiner Arbeit dazu bei, dass die Menschen ernährt werden.

Warum sollte der Kaiser deshalb mehr wert sein als der Bauer?

Genau genommen kann der Kaiser ohne den Bauern nicht viel ausrichten. Er kann keine Bevölkerung regieren, die nichts zu essen hat. Seine Stellung macht ihn daher nicht unabhängig. Im Gegenteil: Gerade derjenige, der scheinbar ganz oben steht, ist von besonders vielen Menschen abhängig.

Aber widerspreche ich damit Jesus wirklich?

Wahrscheinlich nicht.

Jesus sagt nämlich nicht, dass ein angesehener Mensch vor Gott tatsächlich mehr wert sei. Er beschreibt eine Gesellschaft, die Menschen nach ihrem Ansehen auf verschiedene Plätze setzt. Gleichzeitig warnt er davor, sich selbst für besonders wichtig zu halten und daraus einen Anspruch auf den besten Platz abzuleiten.

In den folgenden Versen geht Jesus sogar noch weiter. Er sagt dem Gastgeber, er solle nicht nur Freunde, Brüder, Verwandte und reiche Nachbarn einladen, die sich später revanchieren könnten. Stattdessen solle er Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde einladen – also gerade jene Menschen, denen die damalige Gesellschaft häufig keinen besonderen Rang zugestand.

Jesus bestätigt die gesellschaftliche Rangordnung daher nicht. Er durchbricht sie.

Das eigentliche Problem liegt nicht darin, dass Menschen unterschiedliche Aufgaben haben. Ein Kaiser hat eine andere Aufgabe als ein Bauer, ein Lehrer eine andere als ein Handwerker und ein Pastor eine andere als ein Techniker.

Das Problem beginnt dort, wo jemand aus seiner Aufgabe einen höheren menschlichen Wert ableitet.

Wer sich selbst erhöht, verwechselt seine Aufgabe mit seinem Wert. Er sieht nur, wer von seinen Entscheidungen abhängig ist, und vergisst, von wie vielen anderen Menschen er selbst abhängig bleibt.

Der Kaiser braucht den Bauern. Der Bauer braucht Menschen, die seine Erzeugnisse transportieren und verkaufen. Diese brauchen Straßen, Werkzeuge und eine funktionierende Gemeinschaft. Jeder trägt etwas bei, das ein anderer nicht ohne Weiteres ersetzen kann.

Vielleicht wollte Jesus mit dem Gleichnis deshalb nicht erklären, wer tatsächlich höher oder niedriger ist. Vielleicht wollte er uns zeigen, wie unsinnig es ist, unseren Wert an einem Sitzplatz festzumachen.

Nicht der Platz an der Tafel entscheidet über den Wert eines Menschen. Auch nicht sein Titel, sein Vermögen oder sein gesellschaftliches Ansehen.

Entscheidend ist, ob er seine Aufgabe im Dienst an den anderen erfüllt.

Vor Gott gibt es keine wertvolleren und weniger wertvollen Menschen. Es gibt verschiedene Menschen mit verschiedenen Aufgaben, die aufeinander angewiesen sind.

Wer das erkennt, muss sich nicht selbst erhöhen.

Er weiß, dass auch der höchste Platz ohne die Menschen an den anderen Plätzen vollkommen bedeutungslos wäre.

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Warum trug Jesus sein eigenes Kreuz?

Eine unscheinbare Formulierung im Johannesevangelium lässt mich nicht los:

„Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde. Sie nahmen ihn aber, und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.“
Johannes 19,16–18

Dass Jesus ungerecht verurteilt wurde, steht außer Frage. Selbst Pilatus erklärte wiederholt, dass er keine Schuld an ihm fand. Trotzdem gab er dem Druck nach und überantwortete Jesus zur Kreuzigung.

Jesus wusste daher, dass man ihn töten würde. Er wusste auch, dass dieses Urteil ungerecht war.

Dann geschah etwas Bemerkenswertes: Jesus trug sein Kreuz selbst und ging hinaus nach Golgatha.

Warum folgte er dieser Anweisung überhaupt?

Jesus erkannte das Urteil nicht als gerecht an

Zunächst müssen wir eines festhalten: Jesus trug das Kreuz nicht, weil Pilatus recht gehabt hätte. Er bestätigte damit weder die Anschuldigungen des Hohen Rates noch erkannte er das Todesurteil als gerecht an.

Ein ungerechtes Urteil wird nicht dadurch gerecht, dass sich der Verurteilte dagegen nicht körperlich wehrt.

Jesus hatte bereits während seines Verhörs deutlich gemacht, dass die irdische Gewalt des Pilatus nicht aus sich selbst heraus bestand:

„Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben her gegeben wäre.“
Johannes 19,11

Pilatus glaubte, über Leben und Tod Jesu entscheiden zu können. Jesus erinnerte ihn jedoch daran, dass seine Macht begrenzt und abgeleitet war.

Jesus trug das Kreuz daher nicht aus Anerkennung der menschlichen Richter. Sein Gehorsam galt nicht Pilatus und auch nicht dem Hohen Rat. Sein Gehorsam galt seinem Vater.

Niemand nahm ihm sein Leben

Bereits lange vor seiner Verhaftung hatte Jesus gesagt:

„Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber.“
Johannes 10,18

Dieser Satz verändert den Blick auf den Weg nach Golgatha.

Äußerlich wurde Jesus gefangen genommen, verurteilt und zur Hinrichtungsstätte geführt. Äußerlich besaßen die Soldaten die Gewalt. Sie trugen Waffen, erteilten Befehle und zwangen Verurteilte, den Weg zur Kreuzigung anzutreten.

Johannes zeigt uns jedoch die andere Seite:

Jesus ging diesen Weg bewusst.

Die Menschen konnten ihn verurteilen, verspotten und schlagen. Sie konnten seinen Körper an ein Kreuz nageln. Aber sie konnten ihm nicht die Entscheidung nehmen, den Auftrag seines Vaters zu erfüllen.

Bei seiner Gefangennahme hatte Jesus zu Petrus gesagt:

„Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?“
Johannes 18,11

Jesus ging nicht nach Golgatha, weil Pilatus stärker gewesen wäre als er. Er ging, weil er den Kelch annahm, den ihm sein Vater gegeben hatte.

Trug Jesus oder Simon von Kyrene das Kreuz?

Johannes schreibt ausdrücklich, dass Jesus sein Kreuz selbst trug. Matthäus, Markus und Lukas berichten dagegen, dass Simon von Kyrene gezwungen wurde, das Kreuz zu tragen.

Darin muss kein Widerspruch liegen.

Jesus dürfte den Weg zunächst selbst angetreten haben. Nachdem er bereits misshandelt, ausgepeitscht und mit einer Dornenkrone gequält worden war, reichten seine körperlichen Kräfte offenbar nicht mehr aus. Daraufhin zwangen die Soldaten Simon von Kyrene, den Kreuzbalken weiterzutragen.

Johannes richtet unseren Blick auf den Beginn und die tiefere Bedeutung dieses Weges:

Jesus trug selber das Kreuz und ging hinaus.

Jesus musste nicht erst innerlich überwunden werden. Er begann den Weg selbst. Simon wurde später gezwungen, ihm die Last abzunehmen.

Damit stehen beide Berichte nebeneinander: Jesus nahm das Kreuz freiwillig an, während Simon zum Mittragen gezwungen wurde.

Die zusätzliche Erniedrigung

Ein zum Kreuzestod Verurteilter musste gewöhnlich zumindest den Querbalken seines Kreuzes selbst zur Hinrichtungsstätte tragen. Das war nicht bloß ein Transportmittel, sondern Teil der öffentlichen Demütigung.

Der Verurteilte wurde durch die Straßen geführt. Die Menschen sollten sehen, was mit jemandem geschah, der sich nach Auffassung Roms gegen die bestehende Ordnung gestellt hatte.

Das Kreuz war daher bereits vor der eigentlichen Hinrichtung ein Zeichen:

Dieser Mensch besitzt keine Macht mehr. Rom hat über ihn gesiegt.

Doch bei Jesus kehrt sich dieses Zeichen um.

Die Soldaten glaubten, sie würden einen besiegten Menschen durch die Straßen führen. Tatsächlich trug Jesus das Zeichen ihres Unrechts bewusst bis an jenen Ort, an dem sich zeigen sollte, dass der Tod nicht das letzte Wort besitzt.

Sie wollten seine Ohnmacht vorführen. Jesus machte aus ihrem Hinrichtungswerkzeug ein Zeichen seines Gehorsams gegenüber Gott.

Warum ging Jesus aus der Stadt hinaus?

Jesus wurde nicht irgendwo hingerichtet. Er ging hinaus nach Golgatha, außerhalb des geschützten Bereiches der Stadt.

Der Hebräerbrief greift diesen Gedanken später ausdrücklich auf:

„Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.“
Hebräer 13,12

Jesus starb draußen.

Er starb an jenem Ort, an den man Verurteilte, Ausgestoßene und Unerwünschte brachte. Die religiösen und politischen Machthaber entfernten ihn aus ihrer Mitte.

Gerade dort erfüllte er seinen Auftrag.

Jesus blieb nicht innerhalb des anerkannten religiösen Systems. Er ging hinaus zu jenen, die keinen Platz mehr darin hatten. Er teilte das Schicksal der Verurteilten und starb zwischen zwei anderen Gekreuzigten.

Er, der ohne Schuld war, ließ sich mitten unter die Schuldigen stellen.

Hätte Jesus sich weigern können?

Natürlich hätte eine Weigerung das Todesurteil nicht aufgehoben. Die römischen Soldaten hätten ihn vermutlich geschlagen, geschleift oder einen anderen Menschen gezwungen, das Kreuz zu tragen.

Aber genau deshalb ist die Formulierung des Johannes so bedeutend:

Er trug selber das Kreuz und ging hinaus.

Jesus wartete nicht darauf, dass man ihn innerlich zerbrach. Er ließ sich nicht von Hass, Angst oder Verzweiflung bestimmen. Obwohl andere über seinen Körper verfügten, behielt er die Herrschaft über seine Entscheidung.

Er sagte damit nicht:

Euer Urteil ist richtig.

Sein Handeln sagte vielmehr:

Euer Unrecht wird mich nicht daran hindern, den Willen meines Vaters zu erfüllen.

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Man kann sich einem Unrecht ausliefern müssen, ohne es anzuerkennen. Man kann äußerlich einen Weg gehen, zu dem andere einen zwingen wollen, und dennoch innerlich einem vollkommen anderen Auftrag folgen.

Pilatus meinte, Jesus zur Hinrichtungsstätte zu schicken. Der Hohe Rat glaubte, einen unbequemen Menschen beseitigt zu haben. Die Soldaten meinten, einen Verurteilten vorzuführen.

Doch Jesus ging nach Golgatha, weil dort sein eigener Auftrag vollendet werden sollte.

Das Kreuz bestimmte nicht seinen Weg

Normalerweise bestimmt das Kreuz das Schicksal des Verurteilten. Bei Jesus war es umgekehrt: Jesus nahm das Kreuz in seinen Weg auf.

Nicht das Kreuz entschied, wer Jesus war. Jesus gab dem Kreuz seine Bedeutung.

Aus einem Werkzeug der Erniedrigung wurde ein Zeichen der Treue. Aus einem Zeichen römischer Herrschaft wurde ein Zeichen dafür, dass selbst die größte menschliche Gewalt Gottes Vorhaben nicht aufhalten kann.

Jesus trug sein Kreuz nicht aus Gehorsam gegenüber einem ungerechten Gericht.

Er trug es, weil selbst ein ungerechtes Urteil ihn nicht davon abbringen konnte, seinem Vater gehorsam zu bleiben.

Die Soldaten glaubten, sie führten Jesus nach Golgatha.

Johannes zeigt uns jedoch:

Jesus ging selbst.

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Wenn in einem christlichen Werk nur einer denkt

Ein christliches Werk kann nach außen erfolgreich erscheinen. Veranstaltungen finden statt, Menschen arbeiten begeistert mit, Probleme werden gelöst und neue Aufgaben übernommen. Doch wie tragfähig ist ein solches Werk wirklich, wenn alles von der Anwesenheit eines einzigen Menschen abhängt?

Solange der Leiter anwesend ist, funktioniert alles. Muss er jedoch an einem anderen Ort arbeiten, bleiben Entscheidungen liegen. Die Stellvertreter warten lieber ab, weil sie nicht wissen, wie der Leiter entschieden hätte. Selbst dringende Probleme werden aufgeschoben, bis er zurückkehrt.

Dabei predigen wir gerne:

Einer denkt, zwei denken mehr und alle finden die Lösung.

In der Praxis bleibt davon jedoch manchmal nur übrig:

Einer denkt.

Ist das noch die Arbeitsweise eines christlichen Werkes?

Mose musste Verantwortung abgeben

Bereits Mose geriet in diese Situation. Das Volk kam mit allen Streitfragen zu ihm, und er versuchte, jedes Problem persönlich zu lösen. Sein Schwiegervater Jethro erkannte die Gefahr und warnte ihn:

„Es ist nicht gut, wie du das tust. Du machst dich zu müde, dazu das Volk, das mit dir ist. Das Geschäft ist dir zu schwer; du kannst es allein nicht ausrichten.“
2. Mose 18,17–18

Jethro riet Mose, geeignete und vertrauenswürdige Menschen einzusetzen. Sie sollten gewöhnliche Angelegenheiten selbst entscheiden und nur die schwierigen Fälle zu Mose bringen.

Mose blieb der Leiter. Aber Leitung bedeutete nicht länger, alles allein erledigen zu müssen. Seine Aufgabe bestand auch darin, Verantwortung zu übertragen und andere zum selbstständigen Handeln zu befähigen.

Der Leib besteht aus vielen Gliedern

Paulus beschreibt die christliche Gemeinde als einen Leib:

„Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.“

  1. Korinther 12,14

Ein gesunder Leib kann nicht nur aus einem tätigen Glied bestehen, während alle anderen auf dessen Anweisungen warten. Jedes Glied besitzt eine eigene Aufgabe. Jedes wird benötigt, und jedes trägt Verantwortung für das Ganze.

Das bedeutet nicht, dass alle dieselben Entscheidungen treffen oder eine Aufgabe auf dieselbe Weise lösen müssen. Gemeinschaft entsteht nicht dadurch, dass alle den Leiter nachahmen. Sie entsteht dadurch, dass unterschiedliche Gaben einem gemeinsamen Ziel dienen.

Wenn nur einer denkt, entscheidet und handelt, während alle anderen warten, werden die Gaben der übrigen Glieder nicht genutzt. Dann wird aus dem Leib Christi allmählich ein Werk, das an einer einzigen menschlichen Person hängt.

Jesus sandte seine Jünger aus

Auch Jesus hielt seine Jünger nicht dauerhaft in einer Zuschauerrolle. Er sandte zunächst die Zwölf und später weitere Jünger aus. Sie sollten predigen, Menschen helfen und Verantwortung übernehmen, obwohl Jesus nicht ständig unmittelbar neben ihnen stand.

Natürlich machten sie dabei nicht alles vollkommen. Sie mussten lernen, Erfahrungen sammeln und auch mit Fehlern umgehen. Doch gerade dadurch wurden aus Zuhörern verantwortliche Mitarbeiter.

Ein Leiter, der niemals Verantwortung abgibt, schützt sein Werk daher nicht unbedingt. Er kann es dadurch auch daran hindern, geistlich erwachsen zu werden.

Stellvertretung braucht Vertrauen

Eine Stellvertretung ist nur dann eine wirkliche Stellvertretung, wenn sie während der Abwesenheit des Leiters auch handeln darf und handelt.

Dabei muss der Stellvertreter nicht erraten, wie der Leiter jedes einzelne Problem gelöst hätte. Er sollte die gemeinsamen Grundsätze kennen, beten, prüfen und anschließend nach bestem Wissen entscheiden.

Vielleicht fällt die Entscheidung anders aus als jene des Leiters. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie falsch ist. Mehrere Menschen können auf unterschiedlichen Wegen zu einer verantwortbaren Lösung gelangen.

Wer Verantwortung überträgt, muss deshalb auch Vertrauen schenken. Und wer Verantwortung übernimmt, darf sich nicht hinter der Abwesenheit des Leiters verstecken.

Mitarbeiter oder Jünger?

Damit kommen wir zu einer entscheidenden Frage:

Haben wir Mitarbeiter gesammelt, die auf Anweisungen warten – oder Jünger herangebildet, die Verantwortung übernehmen?

Ein Werk, das nur funktioniert, solange ein bestimmter Mensch anwesend ist, mag viel leisten. Dauerhaft tragfähig ist es jedoch nicht.

Ein wirklich gemeinschaftliches christliches Werk erkennt man daran, dass Menschen miteinander beten, denken, entscheiden und handeln. Der Leiter bleibt wichtig, aber er wird nicht zum unersetzlichen Mittelpunkt.

Denn der Mittelpunkt eines christlichen Werkes darf niemals ein Mensch sein. Der Mittelpunkt ist Gott.

Darum reicht es nicht, wenn nur einer denkt.

Einer kann den Anfang machen. Zwei können einander beraten. Doch erst wenn alle ihre von Gott gegebenen Gaben verantwortlich einbringen, wird aus einzelnen Mitarbeitern tatsächlich ein lebendiger Leib.

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Ein Wunsch auf ein langes Leben

Da gibt es Bibelstellen, liebe Freunde, die ich im ersten Augenblick nicht verstehe. Eine davon finden wir im Epheserbrief, Kapitel 6, in den Versen 1 bis 3:

„Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. ›Ehre deinen Vater und deine Mutter‹, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: ›auf dass dir’s wohlgehe und du lange lebest auf Erden.‹“

Jedes Mal, wenn ich diese Worte lese, wundere ich mich ein wenig.

Denn ausgerechnet Paulus erinnert die Menschen an die Verheißung eines langen Lebens. Derselbe Paulus schreibt an anderer Stelle, dass er eigentlich lieber aus diesem Leben scheiden und bei Christus sein würde.

Und so stellt sich mir die Frage:

Ist ein langes Leben überhaupt etwas, das ein Christ anstreben sollte?

Ich strebe nach dem ewigen Leben. Dieses Leben soll schöner sein als alles, was wir hier kennen. Dort soll es weder Leid noch Krankheit, weder Tränen noch Tod geben.

Wenn das Leben nach dem Tod aber besser und ewig ist, weshalb wünschen wir einem Menschen dann ein möglichst langes Leben auf dieser Erde?

Müssten wir ihm nicht vielmehr wünschen, dieses bessere Leben möglichst bald zu erreichen?

Ein solcher Gedanke klingt zunächst logisch. Doch er übersieht etwas Entscheidendes: Das gegenwärtige Leben ist nicht bloß ein unangenehmer Warteraum vor der Ewigkeit.

Es ist uns von Gott gegeben worden.

Paulus selbst beschreibt den scheinbaren Widerspruch im Philipperbrief:

„Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“

Kurz darauf erklärt er jedoch, dass es um der anderen Menschen willen notwendiger sei, am Leben zu bleiben.

Paulus sagt also nicht: Das irdische Leben ist wertlos und je früher es endet, desto besser.

Er sagt vielmehr:

Bei Christus zu sein ist Gewinn. Aber hier für andere Menschen da zu sein ist ein Auftrag.

Damit erhält auch der Wunsch nach einem langen Leben einen anderen Sinn.

Wir wünschen einem Menschen nicht deshalb ein langes Leben, weil wir ihm das ewige Leben möglichst lange vorenthalten möchten. Wir wünschen ihm Zeit, seine Aufgabe zu erfüllen.

Zeit, zu lieben.

Zeit, zu lernen.

Zeit, Fehler zu erkennen und umzukehren.

Zeit, anderen Menschen zu helfen.

Zeit, etwas aufzubauen, das auch nach seinem Tod noch Früchte trägt.

Ein langes Leben ist allerdings nicht automatisch ein gutes Leben. Viele Jahre können auch Krankheit, Einsamkeit und Leid bedeuten. Deshalb heißt es in der Verheißung nicht nur, dass der Mensch lange leben soll. Es heißt zuerst:

„Auf dass dir’s wohlgehe.“

Es geht also nicht ausschließlich um die Anzahl der Lebensjahre. Es geht um ein erfülltes und geordnetes Leben innerhalb einer Gemeinschaft, in der Eltern und Kinder einander achten und Generationen füreinander Verantwortung übernehmen.

Auch das ewige Leben gibt dem Menschen nicht das Recht, seinen Tod selbst herbeizuführen. Wer an Gott glaubt, vertraut ihm nicht nur die Ewigkeit an, sondern auch die Dauer seines gegenwärtigen Lebens.

Wir können den Zeitpunkt nicht eigenmächtig vorverlegen, nur weil wir glauben, am anderen Ufer warte etwas Schöneres auf uns. Der Weg zu Gott besteht nicht darin, das von ihm gegebene Leben wegzuwerfen. Er besteht darin, dieses Leben bis zum vorgesehenen Ende verantwortlich zu führen.

Der Tod bleibt in der Bibel ein Feind. Paulus nennt ihn sogar den „letzten Feind“. Durch die Hoffnung auf die Auferstehung verliert er zwar seine endgültige Macht. Er wird dadurch aber nicht zu einem Ziel, dem wir möglichst schnell entgegenlaufen sollen.

Darum ist der Wunsch nach einem langen Leben keineswegs sarkastisch.

Er bedeutet:

Mögest du all jene Tage erhalten, die Gott für deinen Weg vorgesehen hat. Möge es dir dabei wohlergehen. Und mögest du genügend Zeit haben, deine Aufgabe zu erkennen und dein Werk zu vollenden.

Das ewige Leben ist unsere Hoffnung.

Das gegenwärtige Leben aber ist unser Auftrag.

Und solange dieser Auftrag nicht erfüllt ist, ist jeder weitere Tag nicht nur Wartezeit, sondern eine neue Möglichkeit, Liebe sichtbar werden zu lassen.

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Der erste Schritt ist ein Schritt zurück

Normalerweise gehen wir davon aus, dass ein Schritt nach vorne etwas Gutes sein muss. Wer vorwärtsgeht, entwickelt sich weiter. Wer zurückgeht, scheint hingegen etwas verloren zu haben.

Doch stimmt das wirklich immer?

Wenn wir uns auf einem falschen Weg befinden, bringt uns jeder weitere Schritt nach vorne noch weiter von unserem eigentlichen Ziel weg. Dann ist der erste vernünftige Schritt tatsächlich ein Schritt zurück: zurück zu jener Stelle, an der wir den richtigen Weg verlassen haben.

So ist es auch mit dem Glauben.

Jesus verkündigte das Reich Gottes. Er lehrte die Menschen, Gott als Vater zu erkennen, ihren Nächsten zu lieben und nach Gottes Gerechtigkeit zu suchen. Seine Botschaft war klar genug, damit einfache Fischer, Handwerker, Frauen und Kinder sie verstehen konnten.

Später entstanden daraus unzählige Lehrgebäude. Menschen schrieben Bände darüber, was man glauben müsse. Kirchen entwickelten Bekenntnisse, Dogmen und Vorschriften. Manche davon mögen hilfreich gewesen sein. Andere haben die ursprüngliche Botschaft Jesu eher verdeckt als erklärt.

Denn nicht alles, was später hinzukommt, ist automatisch eine Verbesserung.

Man kann eine einfache Wahrheit so lange erklären, ergänzen und absichern, bis sie kaum noch zu erkennen ist. Schließlich glauben Menschen nicht mehr an das, was Jesus gesagt hat, sondern an das, was andere Jahrhunderte später aus seinen Worten gemacht haben.

Dann hilft es nicht, noch einen weiteren theologischen Stock auf das Gebäude zu setzen. Dann müssen wir zurück.

Zurück zu Jesus.

Zurück zu seinen Worten.

Zurück zur Verkündigung vom Reich Gottes.

Zurück zu jenem Vertrauen, das nicht zuerst fragt, welche kirchliche Organisation recht hat, sondern was Gott tatsächlich von uns erwartet.

In der Offenbarung heißt es:

„Gedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke.“
Offenbarung 2,5

Gott fordert die Gemeinde nicht dazu auf, immer neue Ideen zu entwickeln. Er fordert sie auf, sich daran zu erinnern, woher sie gekommen ist. Sie soll zu den ersten Werken zurückkehren.

Auch Jesus selbst sagte:

„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“
Matthäus 18,3

Kinder benötigen keine komplizierten theologischen Konstruktionen, um einem Vater zu vertrauen. Sie fragen nicht zuerst, ob eine Zusage in das richtige Lehrsystem passt. Sie hören, glauben und handeln danach.

Vielleicht ist genau das unsere heutige Aufgabe.

Wir müssen nicht zurück in eine vermeintlich bessere Vergangenheit. Wir müssen auch technische, gesellschaftliche oder wissenschaftliche Entwicklungen nicht ablehnen. Aber im Glauben sollten wir immer wieder prüfen, ob unser Weg noch mit jenem Weg übereinstimmt, den Jesus gezeigt hat.

Wenn nicht, dürfen wir umkehren.

Das ist keine Niederlage. Es ist auch kein Rückschritt aus Schwäche. Es ist die Einsicht, dass Geschwindigkeit nichts nützt, wenn die Richtung falsch geworden ist.

Wer den richtigen Weg wiederfinden möchte, muss manchmal dorthin zurückgehen, wo er ihn verlassen hat.

Darum kann der wichtigste Schritt unseres Lebens tatsächlich ein Schritt zurück sein:

Zurück zum Anfang.

Zurück zum Glauben.

Zurück zum Reich Gottes.

Zurück zu dem Gott, der uns niemals verlassen hat.

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Übertriebene Eifersucht?

Wann beginnt Fremdgehen – und wann wird Eifersucht selbst zum Problem?

Zugegeben: Auch ich bin der Meinung, dass man als verheirateter Mensch nicht fremdgehen soll. Die Ehe ist ein Versprechen der Treue und der gegenseitigen Verantwortung. „Du sollst nicht ehebrechen“, heißt es unmissverständlich in den Zehn Geboten.

Jesus verschärfte diesen Gedanken sogar noch. Treue beginnt nicht erst bei einer körperlichen Handlung. Auch die Absicht des Herzens ist wichtig.

Aber bedeutet das, dass bereits jede Begegnung mit einer Frau, jeder Frauenname und jedes Bild einer Frau als Ehebruch betrachtet werden darf?

Was geschieht, wenn das angebliche Fremdgehen bereits dort beginnt, wo der beschuldigte Mensch vollkommen machtlos ist?

Was, wenn jede Frau, die auf Facebook, Instagram oder einem anderen sozialen Medium einen Beitrag mit „Gefällt mir“ markiert, automatisch zu einer angeblichen Beziehung erklärt wird?

Was, wenn auf einem Bild lediglich der vollständige Name einer Frau, der Name eines Mannes und ein Telefonsymbol zu sehen sind – als Erinnerung an einen Anruf – und auch daraus eine Beziehung konstruiert wird?

Was, wenn selbst Behördenpost als Beweis für eine Beziehung gilt, nur weil die zuständige Mitarbeiterin einen weiblichen Vornamen trägt?

Was, wenn man sämtliche Frauen aus seiner Facebook-Freundesliste entfernt, nur um den Hausfrieden wiederherzustellen? Wenn man sich dadurch sogar den Ruf einhandelt, frauenfeindlich zu sein, obwohl man das niemals wollte – und das Misstrauen trotzdem nicht aufhört?

Dann genügt plötzlich schon das Foto einer Frau in einer Zeitung.

Oder eine allgemeine Illustration für einen Artikel über künstliche Intelligenz: Ein Mann im Westen und eine Frau in China sitzen rund 8.000 Kilometer voneinander entfernt an ihren Schreibtischen. Darüber befindet sich ein Herz. Darunter steht:

„Die KI bringt Menschen zusammen. Sie überbrückt große Entfernungen.“

Auf dem Bild stehen keine konkreten Namen. Trotzdem wird es aus dem Papierkorb wiederhergestellt und als angeblicher Beweis für eine Beziehung verwendet.

Und jedes Mal folgt derselbe Satz:

„Du hast eine Beziehung. Deshalb lasse ich mich scheiden.“

Doch auch Eifersucht muss sich an Wahrheit und Gerechtigkeit messen lassen. Die Bibel fordert uns dazu auf, eine Sache zu prüfen, bevor wir urteilen. Eine Anschuldigung wird nicht allein dadurch wahr, dass man sie häufig wiederholt oder fest festen Glauben in sie steckt.

lässt.

Liebe darf aufmerksam sein. Sie darf Fragen stellen und eine ehrliche Antwort verlangen. Aber christliche Liebe darf einen Menschen nicht ohne Beweise verurteilen.

Paulus schreibt in 1. Korinther 13, dass die Liebe nicht eifert, nicht das Ihre sucht und sich nicht zum Bösen reizen lässt. Liebe und Wahrheit gehören zusammen. Wo jedes Wort als Lüge und jeder Frauenname als Beweis betrachtet wird, geht diese gemeinsame Grundlage verloren.

Am Ende dürfte der beschuldigte Mensch mit keiner Frau mehr sprechen. Keine berufliche Zusammenarbeit, kein Kontakt mit einer Behörde, kein gewöhnliches Einkaufsgespräch und keine Reaktion einer Leserin wären mehr möglich, ohne dass daraus ein Vorwurf entsteht.

Das kann nicht der Wille Jachwes sein.

Jachwe schuf Männer und Frauen. Sie leben gemeinsam in einer Gesellschaft, arbeiten miteinander, begegnen einander in Geschäften, Behörden, Gemeinden und Medien. Eheliche Treue kann deshalb nicht bedeuten, keinerlei Kontakt mehr zur Hälfte der Menschheit haben zu dürfen.

Treue bedeutet, keine Liebesbeziehung außerhalb der Ehe zu führen, den Ehepartner nicht zu täuschen und die Grenzen der Ehe zu achten. Treue bedeutet aber nicht, für das Verhalten sämtlicher anderer Menschen verantwortlich zu sein.

Niemand kann bestimmen, welche Frau einen öffentlichen Artikel liest. Niemand kann verhindern, dass eine Behörde eine Mitarbeiterin mit weiblichem Vornamen mit einem Vorgang betraut. Niemand kann einer Zeitung vorschreiben, nicht mehr über Frauen zu berichten.

Wenn selbst solche gewöhnlichen Vorgänge als Fremdgehen gelten, liegt das Problem nicht mehr in einer konkreten Untreue. Dann hat die Angst begonnen, die Wirklichkeit zu verdrängen.

Wie kann eine Ehe bestehen, wenn nicht Tatsachen, sondern jeder Frauenname und jedes beliebige Bild als Beweis betrachtet werden?

Wo endet berechtigte Rücksichtnahme – und wo beginnt eine Kontrolle, unter der ein normales Leben nicht mehr möglich ist?

Die christliche Ehe braucht Treue. Sie braucht aber ebenso Wahrheit, Vertrauen, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Ohne diese Grundlagen wird aus dem gemeinsamen Bund ein tägliches Gerichtsverfahren, in dem ein Mensch seine Unschuld gegenüber immer neuen, unbelegten Vorwürfen beweisen soll.

Vielleicht besteht der christliche Weg deshalb nicht darin, die gesamte Außenwelt zu meiden. Vielleicht besteht er darin, einander ehrlich zuzuhören, Tatsachen von Befürchtungen zu unterscheiden und Hilfe anzunehmen, wenn Angst und Eifersucht stärker geworden sind als das gegenseitige Vertrauen.

Denn Jachwe ist ein Gott der Wahrheit und nicht der grundlosen Verdächtigung.

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