Predigt: Christlich – aber nicht zu sehr?

Liebe Freunde,

heute halten wir’s kurz.
Christlich – aber bitte nicht zu sehr!

Genau genommen sagt uns das Lukasevangelium, Kapitel 9, Verse 1 und 2, recht eindeutig, was zu predigen wäre:

„Er rief aber die Zwölf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht über alle Dämonen und dass sie Krankheiten heilen konnten,
und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken.“

Das Reich Gottes.
Das Reich, in dem Jesus König ist.
Der König der Könige.

Und genau das macht es so überraschend:
Wie oft lehnen wir heute den König der Könige ab –
und behaupten gleichzeitig, christlich zu sein?

Glaubst du nicht?

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Predigt: Predigtverbot in Kleinasien

Liebe Freunde,
es überrascht mich immer wieder, wenn ich in der Apostelgeschichte lese, dass Paulus in Korinth auf Aquila und Priszilla trifft – zwei Juden, die gerade aus Rom vertrieben worden waren.

Woher wusste er, dass sie dort waren? Kannte er sie von früher? Kannten sich alle Zeltmacher im Römischen Reich? Oder war es gar kein Zufall?

Paulus beginnt jedenfalls zu predigen – in der Synagoge. Doch seine eigentliche Verkündigung vom Reich Gottes kommt erst später – als Silas und Timotheus zu ihm stoßen.
Erst dann fühlt er sich stark. Erst dann spricht er offen.

Und auch das ist auffällig:
In der Apostelgeschichte lesen wir, dass der Heilige Geist Paulus hinderte, in der Provinz Asia zu predigen.
Ein Predigtverbot in Kleinasien.

Paulus weicht aus: nach Philippi, nach Thessaloniki, nach Athen, nach Korinth.
Der griechische, makedonische und thrakische Raum wird zum Zentrum seiner Mission.
Vielleicht sollten wir unsere Suche nach den Spuren des Frühchristentums genau dort beginnen – und nicht in jenen Gegenden, wo Paulus laut Text wohl nie öffentlich predigte.

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Warum waren die Jünger überrascht von der Auferstehung?


🇩🇪 Deutsch

Liebe Freunde,

manchmal stolpert man beim Lesen der Bibel nicht über die großen Worte,
sondern über die kleinen, stillen Fragen.

Heute ist so ein Moment.

Denn ich frage mich:
Warum waren die Jünger eigentlich so überrascht,
dass Jesus auferstand?

Hatten sie es nicht schon erlebt?

– Der Jüngling von Nain
– Die Tochter des Jairus
– Lazarus, der nach vier Tagen aus dem Grab kam

Sie waren dabei.
Sie hatten es gesehen.
Sie hatten erlebt, wie Jesus Tote zum Leben zurückbrachte.

Und doch – als er selbst auferstand, waren sie fassungslos.
Warum?

Erstens:
Weil Jesus diesmal selbst der Tote war.
Vorher war er der Handelnde.
Der, der rief: „Steh auf!“
Aber jetzt?

Jetzt war er der, der nicht mehr rief.
Der in ein Grab gelegt wurde.
Vielleicht konnten sie sich einfach nicht vorstellen,
dass einer, der gestorben ist, auch sich selbst zum Leben ruft.

Zweitens:
Der Schmerz war zu groß.
Zu frisch.
Zu menschlich.

Sie hatten gehofft.
Sie hatten alles auf ihn gesetzt.
Und dann war er fort.

Vielleicht war es gar kein Zweifel an Gott –
sondern einfach nur Trauer, die alles andere übertönte.

Drittens:
Sie hatten die Wunder gesehen –
aber sie hatten sie noch nicht verstanden.

Sie glaubten an Jesus –
aber sie glaubten noch nicht wie Jesus.


Und so kam die Auferstehung als Überraschung.

Aber auch als Hoffnung.
Denn sie zeigte:
Der Tod ist nicht das Ende.

Nicht für den Jüngling.
Nicht für Lazarus.
Nicht für Jesus.
Nicht für uns.

Und so frage ich uns heute:
Warum überrascht uns das Leben, wenn wir es schon einmal gesehen haben?


🇬🇧 English

Dear friends,

Sometimes, while reading the Bible,
it’s not the great words that catch your attention –
but the quiet, small questions.

Today is one of those moments.

Because I wonder:
Why were the disciples so surprised
that Jesus rose from the dead?

Hadn’t they seen it before?

– The young man of Nain
– The daughter of Jairus
– Lazarus, who came back after four days in the tomb

They had witnessed it all.
They had seen Jesus bring the dead back to life.

And yet – when he rose, they were stunned.
Why?

First:
Because this time, Jesus was the dead one.
Before, he had been the one to speak:
„Rise up!“
But now?

Now he was the one who had been buried.
Maybe they simply couldn’t imagine
that someone who had died could call himself back to life.

Second:
The pain was too fresh.
Too human.

They had hoped.
They had believed.
And then he was gone.

Maybe it wasn’t a lack of faith in God –
but grief that drowned out everything else.

Third:
They had seen the miracles –
but they had not yet understood them.

They believed in Jesus –
but they did not yet believe like Jesus.


And so the resurrection came as a surprise.

But also as a hope.
Because it showed:
Death is not the end.

Not for the young man.
Not for Lazarus.
Not for Jesus.
Not for us.

So today, I ask:
Why are we surprised by life – when we have seen it before?


🇧🇬 Български

Скъпи приятели,

Понякога, когато четем Библията,
не големите думи ни спират дъха,
а тихите, простите въпроси.

Днес е точно такъв момент.

Защото се питам:
Защо учениците толкова се изненадаха,
че Исус възкръсна?

Нима не бяха вече виждали такова нещо?

– Момчето от Наин
– Дъщерята на Яир
– Лазар, който излезе от гроба след четири дни

Те присъстваха.
Те видяха.
Те бяха свидетели как Исус възкресява мъртвите.

И все пак – когато той възкръсна, останаха смаяни.
Защо?

Първо:
Защото този път Исус сам беше мъртвият.
Преди той беше Този, който казваше:
„Стани!“
А сега?

Сега Той сам беше положен в гроб.
Може би те просто не можеха да си представят,
че някой може да възкреси сам себе си.

Второ:
Болката беше прекалено голяма.
Прясна.
Човешка.

Те се надяваха.
Те вярваха.
А после Той изчезна.

Може би не беше липса на вяра –
а просто скръб, която заглуши всичко друго.

Трето:
Те бяха видели чудесата –
но все още не ги бяха разбрали.

Те вярваха в Исус –
но още не вярваха като Исус.


И затова възкресението дойде като изненада.

Но също и като надежда.
Защото то показа:
Смъртта не е краят.

Нито за момчето.
Нито за Лазар.
Нито за Исус.
Нито за нас.

И днес питам:
Защо се изненадваме от живота – когато вече сме го видели веднъж?

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Predigt: Was taten die Pharisäer am Kornfeld?

(für das Projekt „Jachwe wieder“)

Markus 2,23–28


Liebe Freunde,

es gibt Fragen, die erscheinen einem im ersten Moment völlig überflüssig. Und doch werfen sie manchmal ein helleres Licht auf einen Text als alle theologischen Kommentare zusammen.

Heute will ich euch so eine Frage stellen:
Was taten die Pharisäer am Kornfeld?

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Die Sache mit dem Antichrist

Deutsch (leicht überarbeitet, klar gegliedert)

Die Sache mit dem Antichrist

Es ist überraschend, liebe Freunde, was Petrus den Menschen damals sagte. Nicht: „Glaubt einfach“, sondern: Tut Buße. Kehrt um.
Der Ruf zur Umkehr steht am Anfang der Apostelgeschichte. In Apostelgeschichte 2, Verse 37 bis 42, heißt es:

„Als sie das hörten, ging es ihnen durchs Herz … Petrus sprach: Tut Buße und lasst euch taufen … zur Vergebung eurer Sünden. So werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

Damals verstand man noch: Der Glaube ohne Umkehr ist leer.
Heute hingegen – was würde man wohl sagen, wenn in einer Gemeinde jemand zu Buße aufruft?

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Das Manifest der Living hands

I. Vorwort:

Wir leben in einer Zeit, die auf Erlösung wartet.
Aber sie übersieht, dass der Erlöser längst gekommen ist –
und dass wir selbst die Antwort sein sollen, auf das Gebet, das wir sprechen.

Wir, die Gemeinschaft der Living Hands, bekennen:

Wir glauben nicht an ein späteres Reich Gottes.
Wir glauben an ein jetzt beginnendes Reich Gottes,
das mit uns entsteht – in Wort, Werk und Wahrheit.


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Die Bibel – ein politisches Handbuch?

Dreisprachige Predigt von Seniorpastor Hans-Georg Peitl

Deutsch

Es ist überraschend, liebe Freunde, dass uns die Bibel im Lukasevangelium, Kapitel 16, Verse 1 und 2, eine glasklare Botschaft über Verwalter gibt, die öffentliches Gut veruntreuen – und dass sich diese Botschaft bis heute nicht herumgesprochen hat.

Lukas 16,1–2
„Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere seinen Besitz. Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein.
“

Man stelle sich vor: Diese Verse würden auf Österreich angewandt. Würden wir dann sagen: „Gib Rechenschaft – du kannst nicht länger Verwalter sein“?

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